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Test Peach: Gehyptes Social-Network mit einem Hauch Magie.

Die App Peach erfuhr vor Kurzem einen unglaublichen Hype auf Twitter.
Die App Peach erfuhr vor Kurzem einen unglaublichen Hype auf Twitter. - Foto: Screenshot
Mit dem sozialen Netzwerk Peach ist neuerlich eine gehypte App auf den Markt gestoßen. Wir zeigen, was der Neuling kann und ob der Hype gerechtfertigt ist.

"See what’s new with your favorite people". So begrüßt mich Peach beim ersten Start. Viel anfangen kann man damit erstmal nicht. Dabei soll die hinter diesem unscheinbaren Satz schlummernde Plattform das Über-Social-Network sein. Vor allem auf Twitter wurde der App große Aufmerksamkeit zuteil. Denn hinter Peach steckt Dom Hoffmann, der die Video-Plattform Vine mitbegründet hat.

Klares Design

Nachdem ich bei der Registrierung einen Nutzernamen ausgesucht, meinen Namen angegeben und ein Profilbild hochgeladen habe, muss ich noch auswählen, wer meine Posts sehen kann.

Hier stehen zwei Optionen zur Verfügung: "Public", bei der alle meine Inhalte öffentlich einsehbar sind, sowie "Personal", bei der lediglich meine Freunde die Posts sehen können. Mehr verlangt die App bei der Registrierung gar nicht.

Hat man die unkomplizierte Anmeldung erledigt, ist Peach sofort einsatzbereit. Gleich zu Beginn fällt positiv auf, dass Peach auf ein klares Design setzt. Die Anwendung ist äußerst einfach gestaltet und hat nur eine Handvoll Optionen. Wer sich im Funktionen-Dschungel, wie man ihn beispielsweise bei Facebook vorfindet, unwohl fühlt, ist bei Peach sicherlich besser aufgehoben.

Was die Art der Interaktion auf Peach angeht, wirkt es teilweise wie eine Mischung aus Tumblr, Twitter und Telegram, die um kleine Features erweitert wurden. Das Herzstück der App ist, wie bei Facebook und Twitter, die eigene Timeline, auf der alle Posts erscheinen und, je nach Privatsphäre-Einstellung, für die Öffentlichkeit bzw. Freunde einsehbar ist.

"Magic Words" machen den Unterschied

Ebenfalls wie bei Facebook und Co. kann ich bei Peach einfach Texte posten oder meine neuesten Bilder teilen. Womit sich das soziale Netzwerk von den Konkurrenten abheben möchte sind die sogenannten "Magic Words".

Rund 30 dieser "Magic Words" sind momentan implementiert und ermöglichen es, Postings unterschiedlichster Art zu gestalten bzw. um Informationen zu erweitern. Außerdem sollen laut den Entwicklern laufend neue Funktionen hinzugefügt werden

Gebe ich z.B. in die Textzeile "gif" ein, bietet mir Peach eine Suchfunktion an, um in einer Bibliothek aus hunderten von GIFs zu suchen und diese direkt posten zu können. Mit dem Befehl "draw" öffnet sich ein weißes Fenster, in dem ich ein Bild mit dem Finger malen kann.

Wer in seiner Fotogalerie nichts zu verbergen hat, wählt das Magic Word "throwback". Hier sucht Peach per Zufallsgenerator ein Foto auf dem eigene Smartphone aus und postet es mit Uhrzeit und Datum von dem Tag, an dem es aufgenommen wurde.

Mit den weiteren "Magic Words" können Nutzer unter anderem den aktuellen Akkustand des Smartphones, den Schrittzählerstand oder den Geräuschpegel der Umgebung posten und um eigene Texte bzw. Gedanken erweitern.

Posting-Berater inklusive

Grundsätzlich kann jeder Peach-Nutzer die Inhalte öffentlicher Profile ansehen. Ist man mit einer Person befreundet, können Postings zusätzlich kommentiert bzw. geherzt werden, wie es auch bei Twitter der Fall ist. Ebenfalls mit Freunden lässt sich das Äquivalent zu Facebooks "anstupsen" nutzen. Peach bietet hier unter anderem "winken", "einen Kuss zuwerfen" oder "Ring anstecken" an.

Um für die eigenen Freunde nicht langweilig zu werden, stellt Peach seinen Nutzern sogar einen Art "Posting-Berater" zur Verfügung. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Fragen wie "Würdest du lieber ein Boot oder ein Flugzeug besitzen" oder "Was war der lustigste WLAN-Name, der dir je begegnet ist", die man beantworten soll und dann in der eigenen Timeline angezeigt werden.

Anti-Messenger

Einen Messenger bzw. eine Nachrichten-Funktion sucht man bei Peach vergeblich. Zwar kann ich mir aussuchen, ob meine Postings öffentlich oder privat sind, private Gespräche zwischen zwei Nutzern sind aber nicht möglich. Somit sind private Posts nur für die eigenen Freunde sichtbar, das direkte Anschreiben einer Person, ohne dass andere mitlesen können, ist aber nicht möglich.

Fazit

Peach ist eine interessante Mischung aus Facebook, Twitter und Tumblr, die mit einigen Extra-Features erweitert wurden. Das Soziale Netzwerk überzeugt durch seine einfache Gestaltung und die "Magic Words"-Funktion, die einigen Spaß bereitet. Leider fehlt jedoch eine Messenger-Option für private Unterhaltungen.

Ob Peach den Durchbruch schafft, ist momentan eher zweifelhaft. Um sich auf das Level der etablierten Netzwerken zu hieven, wird das Alleinstellungsmerkmal "Magic Words" kaum ausreichen. Die App ist für iOS und Android verfügbar.

(futurezone) Erstellt am 24.03.2016, 06:00

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