Insiderhandel
Analyst soll Apple-Geheimnisse verkauft haben
Ein US-amerikanischer Börsenanalyst soll jahrelang geheime Geschäftszahlen von Applezulieferern an Hedgefonds-Manager weitergegeben haben. Nun drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft wegen Insiderhandels.
John Kinnucan, ein Börsenanalyst, der Verkaufszahlen zu Apple-Produkten weitergegeben haben soll, wurde nun im amerikanischen Bundesstaat Oregon wegen Betruges, Verschwörung und Insiderhandels angeklagt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Kinnucan wurde bereits vergangenen Donnerstag verhaftet. Er soll zwischen 2008 und 2010 Zahlen von Applezulieferern erhalten und diese dann an Hedgefonds-Manager gegen mehrere hunderttausend US-Dollar weitergegeben haben. Der entscheidende Tipp bei der Überführung von Kinnucan kam offenbar vom ehemaligen SanDisk-Mitarbeiter Don Barnetson, der sich bereits am Freitag für schuldig erklärte, Firmengeheimnisse weitergegeben zu haben.
Operation Perfect Hedge
Bereits 2010 wurden erstmals Ermittlungen gegen Kinnucan eingeleitet, allerdings konnte ihm bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts eindeutig nachgewiesen werden. Er verteidigte seine Handlungen sogar in einem Interview, in dem er sagte, dass seine Kunden keine "dreckigen, unverantwortlichen Hedgefonds" seien. Der Anklage zufolge konnten zumindest drei seiner Kunden durch die Informationen knapp 1,58 Millionen US-Dollar Gewinn machen und einige schwere Verluste vermeiden. Kinnucan war nur einer von mehreren Dutzend Angeklagten, gegen die im Rahmen der Operation Perfect Hedge von den US-amerikanischen Behörden wegen Insiderhandels ermittelt wurde. Ihm drohen jetzt bis zu 20 Jahre Haft.
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Tags:
Apple, Aktien, Bose
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