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Tantiemen Apples Musikstreaming-Dienst verzögert sich.

Foto: REUTERS
Verhandlungen mit Musikkonzernen zu "iRadio" stellen sich schwieriger dar als in Cupertino erhofft. Vor allem mit Sony soll es ein zähes Ringen um Streaming-Entgelte geben. Die Vorstellungen von Apple können allerdings als gewagt bezeichnet werden.

Laut New York Times hatte Apple ursprünglich gehofft, seinen Dienst, dem öffentlich bereits der Spitzname “iRadio” verliehen wurde, rund um die Grammy Awards im Februar zu starten. Apples Modell sieht ein Streaming-Service ähnlich Pandora, inklusive einer Gratis-App, vor. Obwohl Pandora bereits einen vergleichsweise äußerst geringen Preis für das Streaming von individualisierten Musikkanälen zahlt, will Apple den Preis weiter drücken.

Wie die New York Post berichtet, will Apple 6 US-Cent pro 100 übertragenen Songs bezahlen. Pandora zahlt unterdessen das Doppelte, 12 Cent. Der auch in Österreich zugängliche Dienst Spotify muss in den USA sogar 35 Cent pro 100 Songs zahlen. Dass sich die Verhandlungen auf dieser Basis in die Länge ziehen, ist also wenig überraschend.

Mit Musikstreaming will Apple seine Werbeplattform iAds besser nutzen. Angeblich hatte Apple den Start von “iRadio” bereits rechtzeitig zur Veröffentlichung des iPhone 5 angestrebt, musste dann aber zurückrudern. Der Plan wurde aber weiterverfolgt. “iRadio” soll neben den USA auch in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zugänglich werden.

Obwohl Hauptkonkurrent Pandora vergleichsweise geringe Gewinne macht, lockt Apple die Aussicht auf ein Millionenpublikum. Pandora wird in den USA von 65 Millionen Menschen benutzt. Die Pandora-App ist nach Facebook die beliebteste Gratis-App im App Store.

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(futurezone) Erstellt am 08.03.2013, 07:15
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