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Deutschland Chef der Deutschen Telekom geht nach Holland.

Unternehmenschef bei Ziggo per 1. Jänner 2014

Der scheidende Telekom-Chef René Obermann sucht sein Glück beim niederländischen Kabelnetzbetreiber Ziggo. Obermann solle am 1. Januar 2014 als neuer Unternehmenschef antreten, teilte der Anbieter von TV-, Internet- und Telefon-Diensten am Mittwochabend mit. „Nach 15 Jahren bei der Deutschen Telekom freue ich mich sehr, bei Ziggo anzufangen“, wurde Obermann in der Mitteilung zitiert. Er hatte bereits angekündigt, dass es in seinem nächsten Job mit 50 Jahren einige Nummern kleiner zugehen solle.

Ziggo versorgt gut drei Millionen Haushalte als TV-Empfang und hat 1,35 Millionen Telefon-Kunden. Die Firma mit Sitz in Utrecht entstand 2007 aus einer Fusion von drei kleineren Unternehmen. Im März 2012 ging das Unternehmen an die Börse in Amsterdam.

Die Hauptversammlung am 18. April muss der Verpflichtung von Obermann noch zustimmen. Der Manager hatte kurz vor Weihnachten seinen Rückzug bei der Deutschen Telekom zum Jahresende angekündigt. Nachfolger ist Finanzvorstand Timotheus Höttges.

Bleibt Branche treu
Mit dem Sprung zu Ziggo wechselt Obermann im Prinzip nicht die Branche: Der Kabelnetzbetreiber spielt wie seine Konkurrenten auch auf dem Feld der Telekommunikation mit und bietet Telefon, Internet und TV aus einer Hand an. Obermann muss sich aber an die kleineren Dimensionen gewöhnen: Der Ziggo-Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um vier Prozent auf knapp 1,54 Milliarden Euro. Die Deutsche Telekom erlöste im vergangenen Jahr 58,2 Milliarden Euro. Auch bei der Zahl der Kollegen wird der Überblick leichter: Ziggo hatte zuletzt rund 2500 fest angestellte Mitarbeiter, während die Telekom 230 000 Menschen beschäftigt.

Bereits im Januar hatte Obermann angedeutet, dass es von Bonn ins nahe europäische Ausland gehen könnte, aber nicht in die USA: „Dafür bin ich zu sehr Europäer“. Er wolle in einer kleineren Firma arbeiten, bei der man auch enger mit der technischen Seite des Geschäfts zu tun habe, sagte Obermann auf der Innovationskonferenz DLD13 in München. „Die Technologie entwickelt sich so schnell, dass ich den Lernprozess neu starten will“, begründete er den Wechsel.

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(apa/dpa) Erstellt am 07.03.2013, 08:55

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