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Bieterverfahren e-tec will Marke DiTech um 1,4 Millionen Euro kaufen.

Die Marke Ditech könnte überraschend wiederbelebt werden
Die Marke Ditech könnte überraschend wiederbelebt werden - Foto: gilbert novy
Wie die futurezone aus informierten Kreisen erfahren hat, will der Elektronikhändler e-tec die DiTech-Konkursmasse kaufen und die Marke als eigenständige Firma wiederbeleben.

Im Rahmen eines Bieterverfahrens dürfte die Konkursmasse der insolventen Elektronikhandelskette DiTech inklusive aller Marken- und Domainrechte um 1,4 Millionen Euro verkauft werden. Das hat die futurezone aus gut informierten Kreisen erfahren. Den Zuschlag dürfte e-tec.at-Geschäftsführer Bert Kuhn erhalten, der das Vorhaben - nicht allerdings den kolportierten Preis - auf Anfrage der futurezone bestätigte.

Wiedergeburt von DiTech

Ein zweiter Mitbieter hat laut futurezone-Informationen zwar bereits angekündigt, sich vom Bieterverfahren zurückzuziehen. Solange das Konkursgericht das Angebot nicht unterschrieben hat, ist der Deal allerdings noch nicht unter Dach und Fach. Sollte die Elektronikkette e-tec tatsächlich den Zuschlag bekommen, erhält die DiTech-Insolvenz eine überraschende Wende. Denn Kuhn will DiTech als eigenständiges Tochterunternehmen wiederauferstehen lassen.

Derzeit betreibt e-tec.at 15 Elektronikfilialien in ganz Österreich mit einem Umsatz von 55 Mio. Euro und 75 Beschäftigten. Mit dem DiTech-Comeback will die Elektronikkette, die vor allem online stark ist, ihr Retail-Geschäft stärken. "Natürlich ist die Marke durch die Vorkommnisse beschädigt worden. Gleichzeitig besitzt sie einen hohen Bekanntheitsgrad und auch das dahinterliegende Konzept war ja vom Grundsatz her sinnvoll und richtig", sagt Kuhn im Gespräch mit der futurezone.

Managementfehler

Dass die österreichische Elektronikbranche nach den Pleiten von DiTech, Niedermeyer und aktuell auch mcshark/mcworld schon bessere Zeiten gesehen hat und der Markt hart ist, bestreitet Kuhn nicht. Gerade, was DiTech betrifft, aber auch andere Pleiten in der Branche, seien die jedoch in erster Linie auf Missmanagement und falsche Betriebsführung zurückzuführen und weniger auf die Branchenbedingungen an sich.

Mit dem eigenen Unternehmen stehe man auf gesunden Beinen, zumal in den vergangenen Jahren auch nachhaltig gewirtschaftet wurde und ein effizientes Logistiksystem aufgebaut wurde. Die geplante Führung der beiden Marken verspreche eine Reihe von Synergieeffekten. Weitere Details zur geplanten Strategie, etwa von Mitarbeiteranzahl bis Filialdichte, wollte Kuhn nicht Preis geben, solange der Deal noch nicht offiziell durch ist.

(futurezone) Erstellt am 02.06.2014, 16:52

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