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WKÖ-Studie Kollaboration: Aufholbedarf bei Unternehmen.

Foto: Screenshot
84 Prozent der heimischen Unternehmen glauben, dass Österreich im Vergleich zu anderen Ländern Aufholbedarf bei der Zusammenarbeit hat. Rund ein Drittel aller befragten Unternehmen gaben zudem an, in keinem einzigen Bereich mit anderen zu kooperieren. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich unter 1083 Unternehmen.

Internet und soziale Medien haben die Form von Kooperation und Zusammenarbeit in Unternehmen revolutioniert. Doch wie nutzen österreichische Unternehmen diesen Trend? Ein Drittel (rund 32 Prozent der befragten heimischen Unternehmen nutzen ihn gar nicht, denn sie gaben bei einer Befragung im Auftrag der WKÖ an, mit gar niemandem zusammenzuarbeiten. Bei den Einpersonen-Unternehmen zählt sogar die Hälfte zu den Kooperations-Verweigerern.

Größere Firmen arbeiten häufiger zusammen
Wenn österreichische Unternehmen miteinander kooperieren, dann laut WKÖ-Studie in der Aus- und Weiterbildung (28 Prozent), gefolgt vom IT/Telekom-Bereich (24 Prozent) sowie in den Bereichen Personal, Einkauf und Marketing (je 22 Prozent). Weniger kooperationsfreudig erweisen sich Österreichs Unternehmen in den Bereichen Produktion, Logistik oder Forschung und Entwicklung. Auffällig ist, dass größere Unternehmen ab 50 Mitarbeitern deutlich stärker auf Zusammenarbeit setzen als kleine Unternehmen und Einpersonen-Unternehmen.

Nach ihren persönlichen Erfahrungen mit Zusammenarbeit und Kooperation befragt, sehen die Unternehmen als wichtigsten Vorteil die „Kostenersparnis" (64 Prozent). Auch „Know-how-Transfer" (46 Prozent), die „höhere Qualität der Leistung" (42 Prozent) und effizientere Abwicklung (41 Prozent) werden geschätzt. Bei kleinen Unternehmen und Einpersonen-Unternehmen steht die „höhere Qualität der Leistung" als wichtigster Vorteil im Vordergrund.

WKÖ Studie
Foto: WKÖ

Videokonferenzen spielen unbedeutende Rolle
Bei der Zusammenarbeit setzen 87 Prozent auf E-Mails, 73 Prozent kommunizieren per Telefon und 69 Prozent setzen auf das persönliche Gespräch. In jeweils rund einem Viertel der befragten Unternehmen werden außerdem Messaging Systeme (wie Skype), Filesharing-Tools (für den Versand großer Dokumente über Internet), Videotelefonie oder Social Media-Anwendungen eingesetzt. Videokonferenzen, Foren oder spezielle Software-Lösungen für die Zusammenarbeit spielen im gesamtösterreichischen Unternehmensvergleich noch eine vergleichsweise unbedeutende Rolle.

Bei den Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern setzen hingegen bereits zwei Drittel auf Intranet und je ein Drittel verwendet Videokonferenzen sowie Filesharing-Tools. In den Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ist außerdem bereits bei 30 Prozent eine spezielle Software-Lösung (Groupware, Collaboration-Software, PM-Software) im Einsatz.

Am 7. März widmet sich der E-Day 2013 dem Thema Kollaboration. Die Anmeldung ist kostenlos unter www.eday.at möglich, auch eine Programmübersicht findet sich hier.

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(futurezone) Erstellt am 25.02.2013, 19:25

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