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Unternehmen Luxuskonzern Richemont baut wegen Smartwatches Stellen ab.

Die Schweizer Luxus-Uhren kämpfen mit Absatzproblemen
Die Schweizer Luxus-Uhren kämpfen mit Absatzproblemen - Foto: /Str
Smartwatches und der starke Franken machen der Schweizer Uhrenindustrie zu schaffen. Wegen Absatzrückgängen in der Uhrenbranchen werden nun erstmals Stellen abgebaut.

Der Luxusgüterhersteller Richemont plant angesichts von Schwierigkeiten auf dem Uhrenmarkt den Abbau von bis zu 350 Stellen in der Schweiz. Eine Sprecherin des Unternehmens, zu dem unter anderem die Marken IWC, Cartier und A. Lange & Söhne gehören, bestätigte am Samstag einen Bericht der Schweizer Zeitung „Le Temps“. Richemont ist damit der erste große Schweizer Uhrenhersteller, der Stellen streichen will. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf den Absatzrückgang der Uhrenbranchen, aber auch auf den starken Franken, der die Uhren etwa in China oder den USA teurer macht.

Zuvor hatten bereits einige Zulieferbetriebe der Uhrenindustrie in der Schweiz den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Der Export von Uhren aus der Schweiz war im vergangenen Jahr um 8 Prozent zurückgegangen und summierte sich auf noch rund 1,5 Milliarden Franken (1,36 Milliarden Euro). Richemont beschäftigt weltweit rund 30.000 Menschen, 9000 davon in der Schweiz.

Der Branche macht zusätzlich die wachsende Bedeutung von Smartwatches zu schaffen. 2015 überholte der Absatz der Computeruhren erstmals die Verkäufe der traditionsreichen Schweizer Industrie. Dafür habe die Apple Watch eine Schlüsselrolle gespielt, die bei den Smartwatches inzwischen einen Marktanteil von 63 Prozent erreiche, erklärte jüngst die Analysefirma Strategy Analytics.

(dpa) Erstellt am 21.02.2016, 15:52

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