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China Smartphone-Hersteller Huawei verzeichnet kräftiges Plus.

Der Konzern versucht derzeit, das Image eines Billig-Herstellers abzuschütteln
Der Konzern versucht derzeit, das Image eines Billig-Herstellers abzuschütteln - Foto: APA/dpa-Zentralbild/Robert Schle
Der chinesische Rivale rückt näher an Apple und Samsung heran. 2015 konnten 108 Millionen Smartphones verkauft werden, ein Wachstum von 44 Prozent.

Für die Smartphone-Giganten Samsung und Apple wächst in China allmählich ein gefährlicher Rivale heran. Als erster heimischer Produzent verkaufte Huawei Technologies im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Smartphones. Der Konzern aus Shenzhen schaffte nach eigenen Angaben vom Mittwoch einen Absatzsprung von 44 Prozent auf 108 Millionen Geräte.

Das Marktwachstum blieb dagegen nach Branchenschätzungen erstmals unter zehn Prozent.

Premium statt Billig

Die chinesischen Wettbewerber gewinnen an Boden, denn die Kunden greifen verstärkt zu günstigeren Smartphones mit ähnlicher Ausstattung. "Es gibt immer mehr chinesische Anbieter, die gute Produkte liefern", sagte Analystin Avril Wu von der Marktforschungsfirma TrendForce. Im Kampf um Marktanteile senken die Unternehmen häufig die Preise und opfern damit Gewinne.

Huawei versucht allerdings vom Image des Billigproduzenten wegzukommen und mit Premiummodellen zu punkten. Zu Hause liegt der Konzern vor den Konkurrenten Xiaomi und Lenovo. Doch ob er sich im internationalen Wettbewerb als robuster Herausforderer von Samsung und Apple etablieren wird, halten Experten für noch nicht ausgemacht.

Apple und Samsung liegen weiter vorn

Immerhin stellen sich die beiden Branchenführer offenbar auf Gegenwind ein. Samsung-Chef Kwon Oh-Hyun schwor die Belegschaft bereits auf ein schwieriges Jahr ein. Und Apple will vorübergehend die Produktion seiner beiden neusten iPhone-Modelle 6S und 6S Plus drosseln, wie die japanische Zeitung "Nikkei" berichtete.

Bisher jedenfalls waren die Größenverhältnisse klar: Im dritten Quartal 2015 dominierte Samsung die Branche mit einem Marktanteil von 23,8 Prozent, wie Berechnungen der Marktforscher von IDC ergaben. Apple kam auf 13,5 Prozent. Huawei lag mit 7,5 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz.

(APA) Erstellt am 06.01.2016, 15:05

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