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Kurios "Barely legal": Apple löscht iCloud-E-Mails.

Foto: ap/Paul Sakuma
Apple scheint einem Medienbericht zufolge alle iCloud-E-Mails zu löschen, die die Phrase "barely legal teens" enhalten - und zwar ohne den Absender dieser E-Mail über den Löschvorgang zu informieren. Entdeckt hat dies jedoch nicht etwa ein Pornoliebhaber, sondern ein Film-Regisseur, der ein Script versendet hatte, der diese Phrase enthielt.

Wenn man im Internet nach "barely legal teens" sucht, bekommt man bei der Bildersuche in der Regel junge Frauen angezeigt, die "gerade 18" geworden sind. Für Apple ist das Grund genug, alle E-Mails in der iCloud, die diese Phrase enthalten, anstandslos zu löschen. Bemerkt wurde dieser Umstand von einem Filmregisseur, der ein Script verschickt hatte, das diese Phrase enthielt.

Darin wurde eine Filmrolle beschrieben, die auf ihrem Computerbildschirm gerade eine Pornografie-Werbung anschaut, bei der der Begriff "barely legal teens" enthalten ist. Die E-Mail des Regisseurs kam jedoch nie beim Empfänger an. Der Regisseur versuchte daraufhin zu Testzwecken ein PDF-File mit dieser Phrase zu verschicken. Dieser Versuch endete ebenfalls ergebnislos. Auch eine E-Mail, die direkt im Text diese Phrase enthielt, kam nie beim Empfänger an.

Recht vorbehalten, Inhalte zu löschen
Apple behält sich in seinen "Terms of Service" das Recht vor, Content jederzeit entfernen zu können, ohne den Betroffenen darüber in Kenntnis setzen zu müssen. Eine Anfrage von "Cult of Mac", ob die Löschung von iCloud-Content mit der Phrase für jeden iCloud-Nutzer gelte, blieb bis dato unbeantwortet. "Cult of Mac" verschickte ebenfalls testweise E-Mails mit der Bezeichnung und musste ebenfalls feststellen, dass diese niemals beim Empfänger ankamen.

Apple hat in der Vergangenheit bereits mehrfach vermeintlich pornografische Inhalte zensiert. Das Nachrichtenmagazin Focus entfernt beispielsweise einmal vorsorglich Brüste von ihrem Titel, weil es eine Zensur der Titelseite seitens Apple befürchtete.

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(futurezone) Erstellt am 27.02.2013, 13:30

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