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Cyberwar Erster Stromausfall durch Cyberangriff trifft Ukraine.

Das Stromnetz wurde bisher noch nie von einem Cyberangriff beeinträchtigt
Das Stromnetz wurde bisher noch nie von einem Cyberangriff beeinträchtigt - Foto: dapd(c) AP
Cyberangreifer haben einen Stromausfall in großen Teilen der Ukraine verursacht. Zum ersten Mal erreicht ein Cyberangriff den Ausfall kritischer Infrastruktur.

Am 23. Dezember fiel der Strom in der ukrainischen Region Ivano-Frankivsk aus. Wie Ars Technica berichtet, waren hunderttausende Haushalte von dem Vorfall betroffen. Nun stellt sich heraus, dass ein Cyberangriff die Ursache dafür war. IT-Sicherheitsexperten sind alarmiert: Es handelt sich um eine Premiere. Zum ersten Mal kommt es zu einer erfolgreichen Störung kritischer Infrastruktur durch eine Cyberattacke.

Auf den Rechnern ukrainischer Versorgungsunternehmen werden seit Jahren Trojaner ähnlicher Bauart gefunden. Die Schadsoftware wird als "BlackEnergy" bezeichnet. Laut dem IT-Sicherheitsunternehmen ESET wurde die Software kürzlich um die Komponente "KillDisk" erweitert, die Schäden an Festplatten verursacht. Die neueste BlackEnergy-Version soll nun auch für den Stromausfall in der Ukraine verantwortlich sein.

Hinter BlackEnergy wird eine Gruppe namens "Sandworm Gang" vermutet. Ihre Wurzeln sollen in Russland liegen, wurden doch neben ukrainischen Zielen auch die NATO und europäische Industrieunternehmen mit der Schadsoftware infiziert. Auch Saudiarabien soll 2012 von BlackEnergy getroffen worden sein. Der größte Gasproduzent des Jahres meldete eine Infektion. Ob die Produktion davon betroffen war, blieb aber unklar.

(futurezone) Erstellt am 05.01.2016, 11:09

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