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Gestartet Facebook: Ein App Center nach Apple-Vorbild.

Foto: Facebook
In einem neu geschaffenen Bereich will das Online-Netzwerk künftig Apps präsentieren, die es für qualitativ hält und die stark auf Facebook-Funktionen setzen. Möglich wird auch sein, kostenpflichtige Apps anzubieten - was dem Online-Netzwerk eine neue Einnahmequelle erschließen könnte, die es im Zuge des Börsengangs dringend braucht.

Weil Facebook offenbar weiterhin Sorgen wegen der mobilen Nutzung plagen (die Monetarisierung der Handy-User wird im Börsenprospekt als Risikofaktor gelistet), hat das Online-Netzwerk sein neues "App Center" vorgestellt. Dieses wird vorerst für Entwickler geöffnet, damit diese ihre Apps einreichen. Dabei werden aber nur bestimmte Apps angenommen - Facebook kontrolliert diese vor der Freischaltung, ähnlich, wie Apple es in seinem App Store tut.

Die Vorgaben: Mobile Apps für iOS oder Android müssen einen Facebook-Login bieten, so wie etwa Spotify, Pinterest, Draw Something oder Viddy. Mobile Webseiten werden nur aufgenommen, wenn sie einen Facebook-Login anbieten und "augenblicklich eine personalisierte Erfahrung anbieten", wie es in den Guidelines heißt. Außerdem geht es natürlich auch um Apps, die auf der Facebook Plattform laufen - also etwa die vielen Spiele.

Auch kostenpflichtige Apps
Die Apps müssen weiteren Qualitätskriterien entsprechen und und müssen von Facebook freigeschaltet werden. So spielen etwa auch die Nutzerbewertungen eine große Rolle, ob die App ins App Center darf.

Interessant aus Business-Sicht ist, dass Facebook kostenpflichtige Apps im App Center erlauben wird, der derzeit für Normalnutzer noch nicht geöffnet ist. User werden künftig gegen Facebook Credits verschiedene Angebote kaufen bzw. abonnieren können, und das könnte eine neue Einnahmequelle erschließen. Denn von jedem ausgegebenen Facebook Credit bekommt die Firma 30 Prozent, 70 Prozent gehen an den App-Anbieter.

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(futurezone) Erstellt am 10.05.2012, 07:00

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