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Sicherheit Facebook: Freunde sollen Account entsperren.

Foto: rts/THIERRY ROGE
Rund 600.000 Login-Versuche bei Facebook täglich sind kompromittiert. Das bestätigte das soziale Netzwerk vor kurzem. Um das Netzwerk sicherer zu machen hat Facebook ein neues Konzept vorgestellt. Künftig sollen vertrauenswürdige Freunde einem helfen können, wieder Besitzer seines eigenen Profils zu werden, wenn dieses aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde.

Rund 0,06 Prozent aller Login-Versuche bei Facebook werden nicht von der Person getätigt, der das Konto tatsächlich gehört. Das sind in Zahlen 600.000. Konkret loggen sich also rund eine Milliarde Nutzer täglich ein. Das enthüllte unlängst eine hauseigene Statistik. Facebook gab allerdings zu bedenken, dass unter den 600.000 auch die Zahl der Anmeldeversuche, bei denen man nicht absolut sicher sei, ob sich der tatsächliche Kontoinhaber anzumelden versuche, berücksichtigt sei.

Zahlreiche Accounts werden zudem aus Sicherheitsgründen gesperrt. Normalerweise kann der Nutzer seinen Account wieder aktivieren, in dem er das Passwort zurücksetzen lässt und sich die neuen Daten an seine E-Mail-Adresse schicken lässt. Doch ist auch die E-Mail-Adresse kompromittiert, oder wenn der Nutzer dort einfach das Passwort vergessen hat, besteht derzeit keine Möglichkeit, den Account zu retten.

Vertrauenswürdige Freunde
Facebook prüft nun eine neue Sicherheitsmaßnahme, die im Fall einer Account-Sperre eingesetzt werden könnte. Das Konzept basiert auf "Trusted Friends", also Freunden, denen man vertraut. Drei davon soll der Nutzer auswählen können, die seinen Account im Falle einer Sperre gemeinsam retten können. Ihnen wird ein Freischaltcode zugeschickt, den sie an den betroffenen Anwender weiterleiten können.

Das neue Verfahren soll in den nächsten Wochen ausgerollt werden. Bei einzelnen Nutzern ist es bereits verfügbar. Das Netzwerk will zudem testen, ob Nutzer sich für separate Passwörter für Facebook-Apps begeistern können. Auf diese Weise soll man den Zugang zu bestimmten Apps zusätzlich sichern können. Das Sicherheitsteam von Sophos hält dies zwar prinzipiell für eine gute Idee, glaubt aber, dass das ohnehin nur Leute nutzen würden, sie sich um ihre Privatsphäre sorgen würden. Eine Breitenwirkung sei nicht zu erwarten.

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(futurezone) Erstellt am 31.10.2011, 12:05

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