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Niederlande Fehlende Updates: Verbraucherschützer klagen Samsung.

Samsung verärgert Konsumentenschützer
Samsung verärgert Konsumentenschützer - Foto: Gregor Gruber
Der niederländische Verbraucherschutzverband Consumentenbond klagt gegen Samsung, weil Geräte nur unzureichend mit Android-Updates versorgt werden.

Der Consumentenbond, der nach eigenen Angaben über eine halbe Million Mitglieder vertritt, ist der Ansicht, dass Samsungs Updatepolitik gefährlich für Kunden sei. Da der koreanische Smartphone-Hersteller Geräte zu langsam und nur für einen begrenzten Zeitraum mit Android-Updates versorgt, seien die Kunden durch Sicherheitslücken bedroht, heißt es in einer Aussendung. Viele Samsung-Geräte bekommen keine sicherheitsrelevanten Updates, weil der Konzern neue Geräte nur für kurze Zeit mit Software versorgt. Zudem wirft der Consumentenbond dem Konzern vor, Kunden unzureichend über diesen Sachverhalt aufzuklären. Als praktisches Beispiel nennt die Verbraucherschutzorganisation die Stagefright-Sicherheitslücke, die bei vielen Samsung-Geräten trotz hohem Gefahrenpotenzial und verfügbarer Lösung nicht gestopft wurde.

Laut Consumentenbond sind auf 82 Prozent der Samsung-Geräte, die in den vergangenen zwei Jahren in den Niederlanden verkauft wurden, veraltete Android-Versionen installiert. Der Verbraucherschutzverband hat bereits im Juli 2015 die Kampagne "Update!" ins Leben gerufen, die Hersteller von Smartphones und Tablets dazu bringen soll, aktuelle Android-Versionen zu liefern. Auch andere Hersteller sind im Visier des Consumentenbonds, Samsung wird als größter Android-Vertreiber aber als erstes geklagt. Im Dezember 2015 haben die Verbraucherschützer mit dem Konzern verhandelt, allerdings ohne Ergebnis. Deshalb wollen sie ihr Zel jetzt mit eine Klage erreichen. Der Consumentenbond sieht aktuelle Android-Versionen als Grundvoraussetzung für den Schutz der Konsumenten vor Cyberkriminalität an.

 

(futurezone) Erstellt am 20.01.2016, 09:47

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