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Angriff Gmail von chinesischen Hackern angegriffen.

Foto: Jörg Sarbach, ap
Google zufolge wurde der E-Mail-Dienst angegriffen, um Daten auszuspionieren. Unter den Betroffenen finden sich US-Regierungsmitarbeiter, Regimekritiker und Aktivisten. Der IT-Konzern hat das Problem behoben, bittet aber um Vorsicht.

Schon wieder scheint es einen Hackerangriff aus China gegeben zu haben: Unbekannte sind nach Angaben des Internetkonzerns Google in Hunderte Konten des E-Mail-Dienstes Gmail eingedrungen. Zu den Geschädigten gehören demnach auch hochrangige US-Regierungsmitarbeiter, chinesische Regimegegner, Journalisten, Militärs sowie Amtsträger aus Asien, vor allem aus Südkorea.

Die Angreifer hätten sich die Passwörter erschlichen und hätten dann vermutlich den E-Mail-Verkehr ausspioniert, teilte Google-Sicherheitsexperte Eric Grosse am Mittwoch im firmeneigenen Blog mit. Google habe die Attacke bemerkt und unterbunden. Die Geschädigten seien informiert und ihre Konten gesichert worden. Zudem habe Google die Behörden informiert.

Die USA gehen hingegen nicht davon aus, dass beim Hackerangriff auf E-Mail-Postfächer der Regierung zugegriffen wurde. Es gebe keinen Grund für die Annahme, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Washington. Die Regierung bemühe sich derzeit, alle Fakten zusammenzubekommen. Auch das FBI wurde eingeschaltet. Die Ermittlungsbehörde arbeite mit Google zusammen, teilte eine Sprecherin mit.

User sollen wachsam sein
Die Attacke scheine aus der chinesischen Stadt Jinan heraus geführt worden zu sein, schrieb Google-Fachmann Grosse. Er forderte alle Gmail-Nutzer auf, wachsam zu sein, ihre Konten auf ungewöhnliche Einstellungen etwa bei der E-Mail-Weiterleitung hin zu überprüfen und sichere Passwörter zu verwenden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google und seine Nutzer das Ziel von chinesischen Hackern wurden. Der Konzern war nach eigenen Angaben 2009 massiv angegriffen worden. Damals hatten die Hacker ebenfalls versucht, die E-Mail-Konten von Regimegegnern zu knacken. Google prangerte den Vorgang öffentlich an und ging auf Konfrontationskurs mit der chinesischen Führung. In den USA wird vermutet, dass Peking hinter den damaligen Attacken steckt.

(dpa/apa) Erstellt am 02.06.2011, 07:01

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