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Kurios Großbritannien: Ärzte können Apps verschreiben.

Foto: Fotolia
Auf dem Inselstaat dürfen Ärzte neben Medikamenten künftig auch Apps, die der Behandlung dienlich sind, verschreiben. Das Gesundheitsministerium hat auf einer offenen Plattform 500 Apps und Ideen gesammelt, die dazu zum Einsatz kommen sollen.

Apps auf Rezept - in Großbritannien womöglich bald Realität. Denn das britische Gesundheitsministerium hat auf Anweisung des Gesundheitsministers Andrew Lansley eine Liste von 500 existierenden Apps sowie App-Ideen erstellen lassen, die dann einem öffentlichen Votum unterworfen wurden. Mit der Hilfe von über 12.600 Stimmen und Kommentaren sollte festgelegt werden, welche der Apps der eigenen Gesundheit dienlich sein könnten. Die Apps sind zum Teil kostenlos, einige andere werden zu geringen Preisen angeboten und sollen künftig Patienten von ihren behandelnden Ärzten empfohlen werden.

Gut für langwierige Behandlungen
Besonders beliebt in der Abstimmung: Apps, die Patienten im Umgang mit langwierigen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder posttraumatischen Belastungen unterstützen. Die App "Patient Knows Best" soll ihren Benutzern sogar Zugriff auf ihre Krankenhausaufzeichnungen ermöglichen, gibt Überblick über die Zugriffsrechte anderer auf diese Daten und ermöglicht die Vereinbarung von Online-Visiten. Das britische Gesundheitsministerium plant einen Ausbau ihres Online-Angebots, das bereits jetzt sehr stark genutzt wird. So verzeichnet das Informationsportal NHS Choices, das neben allgemeinen Gesundheitsinformationen auch über ein Ärzteverzeichnis verfügt, monatlich knapp 14 Millionen Besucher.

(futurezone) Erstellt am 22.02.2012, 16:00

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