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eyeCharm Kickstarter-Projekt: Kinect als Eye-Tracker.

Foto: 4tiitoo
Die Entwickler der Software-Plattform NUIA, die das Programmieren von alternativen Steuerungskonzepten wie Sprache, Eye-Tracking und Gesten vereinfacht, wollen mit dem Hardware-Projekt eyeCharm auf Kickstarter punkten. Ziel ist es, ein günstiges Zusatzmodul für die Kinect zu entwerfen, die diese zum Eye-Tracker umfunktioniert.

Das seit Freitag Nachmittag auf Kickstarter freigeschaltete Projekt hat allerdings ein hoch gestecktes Ziel. Zumindest 100.000 US-Dollar will man über die Crowdfunding-Plattform einnehmen, um die Finanzierung zu sichern. Der an das Kinect-Design angepasste Aufsatz soll schließlich nur 60 Dollar kosten - ein attraktiver Preis für all jene, die bereits eine Kinect ihr Eigen nennen. Ebenfalls mitgeliefert werden alle bereits auf der NUIA entstandenen Apps.

Kostengünstige Alternative
Was man sich darunter vorstellen kann, zeigen die Entwickler derzeit gerade auf der CeBIT in Hannover. So lassen sowohl die Früchte von Fruit Ninja durchschneiden wie auch Gegner in Counter-Strike mittels Augenbewegungen eliminieren. Während in Hannover die Hardware des schwedischen Eye-Tracking-Herstellers Tobii im Einsatz war , die als Entwickler-KIT für 750 Euro verfügbar ist, wollen die NUIA-Macher mit ihrer eigenen Idee eine noch kostengünstigere Alternative schaffen.

eyeCharm
Foto: 4tiitoo

"Eye-Tracking, die Steuerung von Betriebssystemen, Spielen und Apps wird sicher in naher Zukunft den Durchbruch schaffen", erklärt 4tiitoo-Marketingleiterin Silke Eineder im Gespräch mit der futurezone. "Vor allem Gamer und Entwickler werden als Early-Adopter bereit sein, auch ein bisschen in die Hardware zu investieren. Was den breiten Consumer-Markt betrifft, hängt es in erster Linie aber vom Preis der verfügbaren Hardware ab", sagt Eineder.

WeTab-Entwickler
Die hinter NUIA steckende deutsche Firma 4tiitoo ist am Markt keine unbekannte, zeichnete sie doch unter anderem für die Entwicklung des ambitionierten, aber am selbst erzeugten Hype gescheiterten Tablets WeTab mitverantwortlich. Auch wenn man auf den ehemaligen Geschäftsführer des damaligen Partners Neofonie, Helmut Hoffer von Ankershoffen, weiterhin nicht gut zu sprechen ist, will das Unternehmen nun vor allem nach vorne blicken.

NUIA ist als Software-Entwicklerkit gedacht, der das Aufbereiten von Apps und Programmen für neue Formen von Steuerung vereinfachen soll. Anders als Tobii, die sich ausschließlich auf Eye-Tracking-Lösungen spezialisiert, deckt NUIA verschiedene Sensoren und Platformen ab. Geschriebene Extensions können etwa auch für Microsofts Kinect verwendet werden. "Die Idee ist, dass man als Entwickler nicht 4 SDKs braucht, um verschiedene Plattformen zu bedienen, sondern nur einen", sagt Eineder.

Auf Kickstarter kann das nun gelaunchte Hardware-Projekt mit Beiträgen von fünf bis 4200 Dollar gesponsert werden.

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(futurezone) Erstellt am 08.03.2013, 14:30

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