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Statistik Netflix: Liwest weltweit am schnellsten, UPC wird langsamer.

Foto: epa
Im Jänner bot Liwest die weltweit schnellste Verbindung zum Streaming-Dienst Netflix. Im Länderdurchschnitt ist Österreich aber das Europa-Schlusslicht.

Netflix veröffentlicht monatlich die durchschnittlichen Übertragungsgeschwindigkeiten, sortiert nach Providern und Ländern. Demnach haben Kunden von Liwest und Kabelplus die weltweit schnellste Verbindung zu dem Streaming-Dienst, mit durchschnittlich 4,36 Mbps.

Trotzdem ist Österreich das Schlusslicht bei der Übertragungsgeschwindigkeit in Europa. Der Durchschnitt aller österreichischen Provider ergibt 2,64 Mbps. Immerhin ist Österreich nicht das weltweite Schlusslicht: Global gesehen sind Costa Rica, Ecuador, Jamaica und Argentinien die Länder mit der langsamsten Anbindung zu Netflix.

UPC und A1 werden langsamer

Sieht man sich die aktuelle Statistik für Österreich an, ist bei den großen Providern eine deutliche Abwärtskurve seit November 2015 zu erkennen. Im November waren es bei UPC noch 3,71 Mbps, im Jänner sind es 2,78 Mbps. A1 ist von 2,1 Mbps auf 1,66 Mbps gefallen. Laut Netflix reicht eine durchschnittliche Geschwindigkeit von über 3 Mbps, um Netflix in guter Qualität zu nutzen. Darunter kann es zu langsameren Starts der Inhalte oder einer niedrigeren Bildqualität kommen.

Auf Nachfrage der futurezone kann Netflix keine Erklärung für die Verlangsamung seit November 2015 liefern. Zumindest habe es nichts mit dem Open-Connect-Programm zu tun, das die Geschwindigkeit von Netflix verbessern soll und von UPC abgelehnt wird. Open Connect gab es schon vor dem Netflix-Start in Österreich und wurde nicht erst im Oktober/November 2015 eingeführt.

Netzneutralität

Interessant (zumindest für Verschwörungstheoretiker) ist, dass der Abwärtstrend sehr deutlich wurde, nachdem die EU Ende Oktober die Netzneutralität eingeschränkt hat. Laut dem Gesetz dürfen Provider Spezialdienste bevorzugt behandeln sowie transportierte Inhalte in Gruppen einteilen und diese unterschiedlich behandeln.

Bei einer Netzüberlastung ist es den Providern gestattet, bestimmte Dienste zu drosseln. Laut UPC sei dies aber nicht der Fall. „Wir beeinflussen den Transfer in keiner Weise, in unseren Netzen gibt es keine Engpässe“, so die UPC-Pressesprecherin.

 

 

(futurezone) Erstellt am 09.02.2016, 14:09

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