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Australien Netflix beginnt mit dem Blockieren von VPN-Nutzern.

Netflix will verhindern, dass User sich Inhalte, die in ihren Ländern offiziell nicht verfügbar sind, via VPN-Verbindung ansehen und blockiert diese nun aktiv.
Netflix will verhindern, dass User sich Inhalte, die in ihren Ländern offiziell nicht verfügbar sind, via VPN-Verbindung ansehen und blockiert diese nun aktiv. - Foto: AP/Dan Goodman
Der Video-Streaming-Dienst Netflix hat in Australien damit begonnen, Kunden, die per VPN die geografischen Barrieren überwinden wollen, auszusperren.

Australische Kunden, die Virtual Private Networks (VPN)-Dienste verwenden und Netflix schauen wollen, haben jetzt von Netflix erste Warnungen bekommen, dass sie doch bitte den VPN-Dienst abdrehen mögen, wenn sie weiterhin Netflix als Service nutzen möchten. Mit aufrechter VPN-Verbindung ist das Sehen von Netflix-Inhalten nicht mehr möglich.

Laut dem VPN-Dienst uFlix haben bereits einige Kunden derartige E-Mails von Netflix bekommen. „Das Blocking ist derzeit nicht aggressiv und wir glauben, dass Netflix derzeit nur neue Blocking-Methoden bei vereinzelten Usern testet“, sagte uFlix-Chef Peter Dujan.

Warum VPN verwendet wird

Der Streaming-Anbieter hatte bereits zuvor angekündigt, dass er künftig verschärft gegen die Nutzung von Proxy-Servern, VPN-Dienste und anderen Tools, mit denen Nutzer vortäuschen, sich in anderen Ländern zu befinden, vorgehen zu wollen.

Mit diesen Tools ist es möglich, sich Netflix-Inhalte anzusehen, die am eigenen Ort, an dem man sich befindet, möglicherweise aufgrund von Länderbeschränkungen nicht verfügbar sind. Viele Kunden nutzen daher tatsächlich VPN-Dienste, um auf neue Serien & Co zugreifen zu können.

"Archivierwürdiges Geschäftsmodell"

„Wir gehen davon aus, dass Netflix bekannte IP-Ranges blockiert und zusätzliche Informationen vom Browser der User oder auch Mobilgeräten sammelt und diese mit der IP-Adresse und den Proxy-Servern vergleicht“, sagt uFlix-Chef über die mögliche Methode, die Netflix zum Blocken der Inhalte verwendet.

Denn diese hat Netflix nicht offiziell bekannt gegeben. „Es ist der letzte Versuch, ein archivierwürdiges Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten“, so der uFlix-Chef. Damit spielt er weniger auf Netflix, sondern viel mehr auf die Content-Industrie an, die Inhalte nicht überall auf der Welt zum gleichen Zeitpunkt veröffentlicht haben möchte. Netflix bekommt als Streaming-Anbieter hier Druck von dieser Industrie. Da Netflix von deren Angeboten abhängig ist, besteht hier offenbar eine Bereitschaft, darauf nun einzugehen.

(futurezone) Erstellt am 21.01.2016, 08:54

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