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Verkehr Norwegen sagt Verbrennungsmotoren den Kampf an.

In Oslo gibt es Gratis-Ladestationen für Elektroautos
In Oslo gibt es Gratis-Ladestationen für Elektroautos - Foto: REUTERS/STAFF
Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Zur E-Mobility-Offensive kommt ein massiver Ausbau des Radwegenetzes.

Norwegen zählt bereits heute zu den Vorreitern bei der Elektromobilität. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte National Transit Plan der Regierung sieht nun bereits die völlige Abschaffung von Verbrennungsmotoren vor. Ab 2025 sollen keine PKW mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürfen. Stattdessen sollen Neufahrzeuge nur noch mit Elektromotor angeboten werden.

Klimaneutraler Verkehr

Im Schwerverkehr wird ein längerfristiger Umstieg angepeilt. 2025 sollen drei Viertel der Fernreisebusse und die Hälfte der LKW keine direkten Emissionen mehr verursachen. Die radikale Emissionsvermeidung dehnt sich auch auf den Schiffsverkehr aus. Bis 2029 sollen alle Schiffe im Kurzstreckenverkehr auf Biokraftstoff oder elektrische Antriebe umgestellt werden.

Das Ziel der Regierung ist es, den gesamten Verkehr in Norwegen bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Der National Transit Plan muss allerdings erst vom Parlament abgesegnet werden. In den vergangenen Jahren hat Norwegen Elektromobilität durch Steuervorteile massiv gefördert. 2015 waren bereits 17 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge mit Elektromotor ausgestattet, schreibt der Tagesspiegel.

Super-Radwege

Neben neuen Regelungen bei Kraftfahrzeugen sieht der Plan der Regierung auch einen massiven Ausbau des Radwegenetzes vor. Wie Citylab berichtet, sollen umgerechnet knapp eine Milliarde Euro investiert werden, um zehn zweispurige Radwege in und um Norwegens neun größte Städte zu errichten. Auf diesen "Super-Radwegen" sollen Radfahrer mit bis zu 40 km/h unterwegs sein.

Das hügelige und gebirgige Land mit Radwegen zu durchziehen ist ein ambitioniertes Vorhaben. Derzeit beträgt der Radfahreranteil am Gesamtverkehrsaufkommen rund fünf Prozent. In den flacheren Nachbarländern Schweden (12 Prozent) und Dänemarkt (17 Prozent) liegt der Radleranteil wesentlich höher.

(futurezone) Erstellt am 23.03.2016, 10:28

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