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Marketing Österreichische Post macht sich über NSA lustig.

Guerilla-Markting-Aktion der Österreichischen Post
Guerilla-Markting-Aktion der Österreichischen Post - Foto: Post
Mit lustigen Videos und einer eigenen Homepage widmet sich die Österreichische Post dem Thema Datenschutz und witzelt dabei über die NSA-Überwachung.

Mit einer humoristischen Kampagne nimmt sich die Österreichische Post AG dem Thema Datenschutz an. "Uns geht es darum, mit Witz ein ernstes Thema aufzubereiten und ohne erhobenen Zeigefinger die Leute zum Nachdenken zu bewegen", heißt es von der Pressestelle der Post gegenüber der futurezone. Das sei bis jetzt auch recht gelungen.

Mitten in all den Datenskandalen wolle man mit der Kampagne darauf hinweisen, dass eine sichere Korrespondenz mit herkömmlichen Briefen, die in Österreich durch das Post- und Briefgeheimnis geschützt sind, möglich ist. "Es geht aber nicht darum, zu sagen, 'Der Brief ist viel besser oder sicherer als die E-Mail'. Wir wollen lediglich auf die Vorteile von Briefen hinweisen und die Leute zum Überlegen bewegen, wann sie einen Online- und wann einen Offline-Kanal für ihre Kommunikation verwenden", erklärt die Post.

Guerilla-Aktion

Um eine solche Debatte anzustoßen, hat die Post in Guerilla-Marketing-Manier spaßige Videos auf YouTube geladen und mit better-no-letter.org eine nicht ganz ernst gemeinte Homepage ins Leben gerufen. Die dazugehörigen Social-Network-Accounts auf Facebook und Twitter sind ebenso vorhanden.

Eine weitere Website, nämlich www.schreib-weise.at, ergänzt als seriöser Gegenpol die humoristische Kampagne. Dort wird über Datenschutz im Allgemeinen und Online-Überwachungsmechanismen im Speziellen aufgeklärt. "Das alles ist keine abgeschlossene Aktion, sondern eine Kampagne, die noch andauernd", erklärt die Post.

Post speichert keine Daten

In den USA werden von den elektronischen Briefsortierungsstellen sämtliche Sendungen abfotografiert und registriert, sodass es genaue Aufzeichnungen darüber gibt, wer wann wem einen Brief geschickt hat. Zwar werden die Briefe in Österreich ebenso elektronisch sortiert, die dabei erfassten Metadaten werden allerdings nicht gespeichert. "Es werden weder Daten gespeichert noch weitergeleitet", versichert die Post gegenüber der futurezone. Nur bei bescheinigten Sendungen und Paketen mit Sendungsverfolgung werden die Daten zur Nachvollziehbarkeit gespeichert. Dies geschehe allerdings auf ausdrücklichen Wünsch der Sender.

(futurezone) Erstellt am 05.12.2014, 14:49

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