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USA PlayStation-Desaster: Erster Nutzer klagt.

Foto: Itsuo Inoye/AP
Vor einem kalifornischen Bezirksgericht wurde nach dem massiven Datendiebstahl die erste Privatklage gegen Sony eingereicht. Das Unternehmen wird beschuldigt, keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Dies könnte der erste Schritt zu einer Sammelklage sein.

Es ließ nicht lange auf sich warten: Nach dem historischen Datenklau in Sonys PlayStation Network wurde in den USA vor einem kalifornischen Bezirksgericht die erste Klage gegen den Konzern eingebracht. Der 36-jährige Kristopher Johns zieht vor Gericht, weil Sony „keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz, zur Verschlüsselung und zur Sicherung der sensiblen, privaten Nutzerdaten“ vorgenommen habe, berichtet Cnet. Johns kritisiert im Zuge der Klage außerdem, dass Sony zu lange gebraucht habe, um seine Nutzer über den Vorfall zu informieren.

In der Anklageschrift heißt es, Sony habe seinen Kunden durch die verspätete Information nicht die Möglichkeit gegeben, schnell auf den Vorfall zu reagieren und beispielsweise Kreditkartennummern im Account zu verändern, die Benutzerkonten zu schließen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

Im Zuge der Klage wird nun nach finanzieller Entschädigung und kostenloser Überwachung von Kreditkarten-Transaktionen verlangt. Darüber hinaus soll mit diesem rechtlichen Schritt auch eine Sammelklage vorbereitet werden.

Keine konkreten Fälle
Bisher wurden zwar noch keine konkreten Fälle bekannt, in denen die Nutzer des PlayStation Network zu Schaden gekommen sind. Experten werfen Sony allerdings bereits jetzt im Umgang mit den Kreditkarten-Daten vor. Besonders kritisiert wird, dass Sony offenbar vollständige Kreditkartendaten in der Datenbank im Klartext gespeichert hat.

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(futurezone) Erstellt am 27.04.2011, 20:00

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