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Vergessenwerden Politiker und Pädophiler schicken Google Löschanträge.

Das durchgesetzte Recht auf Vergessenwerden wird von immer mehr Personen in Anspruch genommen
Das durchgesetzte Recht auf Vergessenwerden wird von immer mehr Personen in Anspruch genommen - Foto: AP/Mark Lennihan
Google erhält nach dem EuGH-Urteil zum Recht auf Vergessenwerden im Internet neue Löschanträge von EU-Bürgern.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Recht auf Vergessenwerden im Internet gehen bei Google laut einem BBC-Bericht weitere Löschanträge ein. So fordere ein ehemaliger Politiker, der eine Wiederwahl anstrebe, Links zu einem Artikel über sein Verhalten in einem Amt zu entfernen, berichtete der britische Sender am Donnerstag.

Ebenso habe ein Mann, der wegen Besitzes von Bildern von Kindesmisshandlung verurteilt worden war, verlangt, Verlinkungen zu Seiten über das Urteil zu löschen. Und ein Arzt fordere, dass aus Suchergebnissen negative Bewertungen von Patienten entfernt werden. Von Google lag zunächst keine Reaktion vor. Der Internet-Konzern hatte das EuGH-Urteil bisher nur als "enttäuschend" kommentiert.

Unangenehme Erinnerungen

Der EuGH hatte am Dienstag entschieden, Europas Bürger können Google dazu verpflichten, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Google müsse die Verweise aus seiner Ergebnisliste entfernen, wenn dort enthaltene Informationen das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzen. Die Informationen können dabei auch weiterhin im Netz verfügbar bleiben.

Während viele europäische Politiker das Urteil als Sieg für den Datenschutz begrüßten, fiel das Urteil der Online-Branche durchweg kritisch aus. Die Internet-Unternehmen bemängelten, dass öffentlich verfügbare Inhalte unter Umständen schwerer auffindbar gemacht werden müssten.

(dpa) Erstellt am 15.05.2014, 16:01

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