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Österreich Polizei testet Einbruchsvorhersage per Software.

Einbruch: Software soll helfen
Einbruch: Software soll helfen - Foto: dpa/Ossinger
Das Projekt unter Federführung von Joanneum Research ist in der Endphase, Praxistests bei der Polizei sollen bald beginnen.

Wissen, wo wann die nächsten Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Häuser verübt werden: Damit wäre der Polizei sehr geholfen. Unter Federführung der Forschungsgesellschaft Joanneum Research in Graz werden derzeit im Rahmen des Projekts Cripa (Crime Predictive Analytics) Methoden erforscht, die derartige Prognosen ermöglichen sollen.

Das im Oktober 2013 gestartete Projekt läuft nach Angaben von dessen Leiterin Ulrike Kleb bis Ende Juli und soll ab März von der Polizei "im Umfeld des Bundeskriminalamts" getestet werden. "Eine Referenzapplikation wird derzeit von der Firma SynerGIS entwickelt", sagte Kleb zur APA. Das Programm soll auf der Basis von Daten der Polizei errechnen, wo ein besonders hohes Risiko für Haus- und Wohnungseinbrüche besteht. Prognosen seien für mehrere Tage, eventuell sogar für eine Woche möglich, sagte Kleb. Das Risiko soll grafisch dargestellt werden. Damit soll der Polizei ein Tool zur Prävention und zur Ausforschung von Tätern zur Verfügung stehen.

Keine Stellungnahme

Ende Jänner wollen Projektteam und Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BK) laut Kleb Details für die Testphase besprechen. Das BK als "Bedarfsträger" äußerte sich nicht zu dem Thema. "Zum Fortgang des Projektes geben wir derzeit keine Stellungnahme ab", hieß es lediglich, mehr könne man etwa ab der Kalenderwoche fünf - also Ende Jänner, Anfang Februar - sagen, wenn erste Ergebnisse vorlägen.

Auftraggeber des Projekts ist das Österreichische Sicherheitsforschungs-Förderprogramm Kiras, eine Initiative des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Partner sind neben BK und SynerGIS die Universität Salzburg und das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie.

(APA) Erstellt am 08.01.2015, 15:58

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