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Maker-Konferenz PRINT3Dfuture: 3D-Drucker erobern Wohnzimmer und Küchen.

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Die PRINT3Dfuture-Konferenz in Wien zeigt, was 3D-Drucker schon können. Neben Industrie und Privatanwendern sollen bald auch Chefköche auf die Technologie setzen.

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Foto: KURIER/Gerhard Deutsch
Nachdem sich die von der futurezone veranstaltete PRINT3Dfuture-Konferenz schon im vergangenen Jahr großer Beliebtheit erfreute, fanden sich am Donnerstag wieder zahlreiche Experten und mehr als 300 Teilnehmer in Wien zu spannenden Vorträgen über die Zukunft des 3D-Drucks ein. Dieses Jahr beschäftigte sich die Fachkonferenz nicht allein mit der Technologie, bei der Bauteile schichtweise aus Kunststoff oder Metall „gedruckt“ werden, sondern mit der gesamten sogenannten Maker-Szene. 

Maker sind leidenschaftliche Bastler und Erfinder, die oft revolutionäre Produkte in ihrer Garage entwickeln. Der Trend schwappt jetzt aus den USA auch zu uns über. In Österreich finden die Maker unter anderem im HappyLab Platz, das gegen eine Gebühr Zugang zu Werkzeug und teuren Produktionsmaschinen wie 3D-Druckern bietet. „Man sollte es einfach ausprobieren“, so Roland Stelzer vom HappyLab.

Brezeln aus dem Drucker

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Bei der Konferenz fanden auch Nischenanwendungen ihren Platz. Auch für Köche gab es viel zu sehen. So präsentierte Emilio Sepulvedo, CEO von Natural Machines, mit dem Foodini einen 3D-Drucker für die Küche. Das Gerät kann mit Teigmassen befüllt werden, um Speisen wie Ravioli oder Brezeln zu formen. „Wir wollen, dass Menschen gesünder essen. Foodini soll Kochen einfacher machen. Gemüse kann so in kindgerechte Form gebracht werden“, so Sepulvedo.

Vollkommen ausgereift ist die 3D-Druck-Technologie aber noch nicht. „Ein 3D-Drucker ist noch immer langsam. So schnell wie ein Tintenstrahldrucker wird es wohl zu unseren Lebzeiten nicht mehr werden“, meint Alexander Hafner, Europa-Chef des 3D-Drucker-Herstellers MakerBot. Hafner rechnet mit einer ähnlichen Entwicklung wie einst beim PC. „Wenn man den Vergleich mit der Luftfahrt heranzieht, befinden wir uns irgendwo in der Mitte zwischen den Gebrüdern Wright und dem Airbus A380.“ 

Rasanter Preisverfall

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Jüngste Entwicklungen könnten der Technologie aber bald zum Durchbruch auf dem Massenmarkt verhelfen. „Vor zwei Jahren kostete ein hochwertiger 3D-Drucker noch eine halbe Million Dollar, heute nur noch 3000 Dollar. Das ist gewaltig“, meint auch Filemon Schoffer von der 3D-Druck-Plattform 3D Hubs. Dennoch sind die Verkaufszahlen noch verhalten. „Von den Millionen verkauften iPhones sind wir noch weit entfernt. Zur Zeit liegen die Stückzahlen im fünfstelligen Bereich“, meint Hafner. MakerBot hat sich in nur fünf Jahren von einem kleinen Start-up zu einem mit 400 Millionen US-Dollar bewerteten Unternehmen entwickelt und gilt als das „Apple der 3D-Druck-Branche“. 

(futurezone) Erstellt am 19.03.2015, 15:34

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