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Chat-App Snapchat verkauft, speichert und veröffentlicht User-Fotos.

 
  - Foto: REUTERS/ERIC THAYER
Snapchat hat neue Geschäftsbedingungen eingeführt, die dem Unternehmen nahezu freie Hand bei der Nutzung der Inhalte der User gibt.

Diese Woche hat der Rollout der neuen Version von Snapchat begonnen. Gleichzeitig wurden die Geschäfts- und Nutzungsbedingungen aktualisiert. Wer die Chat-App nutzen will, muss zustimmen. War früher Snapchat noch bekannt dafür, dass die durch User verschickten Fotos nicht gespeichert werden, räumen die neuen Bedingungen dem Unternehmen jetzt zahlreiche Rechte ein. Damit kann Snapchat nahezu beliebig mit den User-Inhalten umgehen.

Demnach kann Snapchat die Bilder und andere Inhalte speichern, bearbeiten, veröffentlichen, reproduzieren, nutzen, ausstrahlen, verteilen, ausstellen und mit jeder Art von Medium oder Verbreitungsmethode (auch solche, die noch gar nicht erfunden sind) öffentlich zeigen. Weiters schreibt Snapchat, dass die Inhalte an Geschäftspartner weitergegeben werden können.

Datenschutzerklärung

Die neue Version von Snapchats Datenschutzerklärung ist ähnlich gestrickt. Demnach sammelt Snapchat neben Nutzungsdaten Informationen über die Inhalte, Daten über das verwendete Gerät, ortsbezogene Daten und durch Cookies gesammelte Daten, wie etwa die Browser-Aktivität und weitere Geräteinformationen. Auch die Websites die besucht wurden, bevor Snapchat genutzt wurde, werden übermittelt.

Diese Informationen sind nicht nur für Snapchat gedacht, sondern werden laut der Datenschutzerklärung auch mit Partnern, Providern und Verkäufern geteilt. An Werbeunternehmen werden ebenfalls Daten weitergeben – laut der Datenschutzerklärung aber zumindest so, dass der User damit nicht eindeutig identifiziert werden kann.

(futurezone) Erstellt am 31.10.2015, 18:01

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