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Social Media Report Social-Media-Nutzung wächst rasant.

58 Prozent der österreichischen Internet-Nutzer verwenden Facebook

Seit Mitte 2011 verwendet jeder zweite Internet-Nutzer in Österreich regelmäßig Social Media - das ist eine Verdreifachung innerhalb von vier Jahren. Besonders deutlich ist das Wachstum von Facebook, das von 58 Prozent der heimischen Internetuser besucht wird - im Jahr 2008 hatten es gerade einmal acht Prozent benutzt. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Social Media Report 2011 hervor, der von der Agentur Digital Affairs und dem Marktforscher Integral erstellt wurde.

Facebook dominiert
„Facebook hat alles overruled“ und verdrängt andere Netzwerke wie StudiVZ, Xing und MySpace von den Bildschirmen, sagt Judith Denkmayr von Digital Affairs. Facebook werde von Männern und Frauen in gleicherweise genutzt und ist vor allem bei den jungen Internet-Nutzern besonders beliebt. Von den 14- bis 19-Jährigen haben 78 Prozent schon einmal Facebook besucht, unter den 20- bis 29-jährigen sind es sogar 82 Prozent.

Aber auch mehr als die Hälfte der 30- bis 50-Jährigen sind regelmäßige Besucher bei Facebook. Laut Bertram Barth von Integral habe Facebook in den letzten Jahren seinen Siegeszug auch in den „internetfernen“ Bevölkerungsgruppen begonnen - so zeigen sich speziell bei den ab 50-jährigen Nutzern starke Wachstumsraten.

"Rückversicherung über soziales Umfeld"

Den Grund für das rasante Wachsen der Social Media und insbesondere von Facebook sieht Barth im Bedürfnis der Menschen nach kontinuierlicher Rückversicherung über ihr soziales Umfeld in Zeiten der Unsicherheit und Krise. Weiters verschmelze hier Kommunikation, Information, Unterhaltung und Alltagsorganisation.

Während Social Media also aus dem Alltag der User nicht mehr wegzudenken sind, müssten auch die Unternehmen hier ihren Platz finden, sagte Denkmayr. Es gehe vor allem darum, Produkte und Dienstleistungen so relevant zu beschreiben, dass sie bei Facebook ankommen. Die Fananzahl einer Seite sei dabei allerdings kein alleiniger Indikator für den Erfolg, so Denkmayr. Während eine große Fanzahl allenfalls aus Prestigegründen wichtig ist, sei ein „qualitativer Fan“, der sich auch aktiv durch verlinken oder „liken“ einbringt, „langfristig wertvoller“.

(apa) Erstellt am 04.11.2011, 12:00

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