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USA Umfrage: Nutzer trauen Facebook nicht.

Foto: rts
Ein Großteil der Facebook-Nutzer klickt laut aktueller Umfrage nie Werbung an und traut dem Sozialen Netzwerk nicht im Umgang mit sensiblen Daten, wie zum Beispiel Zahlungsinformationen. Dennoch ist das Interesse an der Plattform und den Aktien ungebrochen.

Das Soziale Netzwerk zählt derzeit mehr als 900 Millionen Mitglieder. Trotz dieser gewaltigen Nutzerbasis hat der Internetkonzern aber dennoch ein Vertrauensproblem. Denn wie eine Umfrage des US-amerikanischen Fernsehsenders CNBC zeigt, würden mehr als 57 Prozent der Facebook-Nutzer niemals Werbung auf Facebook anklicken, weitere 26 Prozent sagen, dass sie ohnehin nie auf Werbung im Internet klicken. Lediglich vier Prozent gaben an, des öfteren auf Werbung im Internet zu klicken. Das ist insbesondere für Facebook, deren Geschäftsmodell zu großen Teilen auf Werbung basiert, ein Problem. Im ersten Quartal 2012 erwirtschaftete Facebook mehr als 82 Prozent seines Umsatzes (1,06 Milliarden US-Dollar) mit Werbung.

Kein Vertrauen in Credits
Wie die Studie zeigt, haben nur wenige Facebook-Nutzer Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten. 59 Prozent der Nutzer haben nach eigenen Angaben wenig bis gar kein Vertrauen in Facebook. Daher fällt es vielen Nutzern schwer, ihre Zahlungsdaten an den Internetriesen weiterzugeben. Versuche mit sogenannten Facebook Credits waren bereits in der Vergangenheit gescheitert, nun wird nach einem adäquaten Zahlungsmodell gesucht. Das Interesse an der Facebook-Aktie ist dennoch ungebrochen und wird vor allem durch junge, private Anleger gestützt. Die Umfrage wurde zwischen 3. und 7. Mai 2012 mit insgesamt 1004 Personen ab 18 Jahren durchgeführt. Die Schwankungsbreite wurde mit 3,9 Prozent angegeben.

Ungünstiger Zeitpunkt
Die Ergebnisse dieser Studie könnten zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt für Facebook kommen. Viele Großanleger zweifeln bereits seit einiger Zeit daran, ob Facebook sein Wachstum, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, aufrecht erhalten könne. Dennoch ist die Aktie bereits überzeichnet und soll zu einem deutlich höheren Ausgabepreis verkauft werden, als ursprünglich geplant. Mit einem Gesamtvolumen von 16 Milliarden US-Dollar könnte der für Freitag geplante Börsengang einer der größten der Finanzgeschichte werden.

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(futurezone) Erstellt am 16.05.2012, 13:00

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