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ETH Zürich Web-Tool soll Attraktivität per Algorithmus errechnen.

Das Web-Tool ist das Ergebnis einer Studie, die bereits im Oktober veröffentlicht wurde
Das Web-Tool ist das Ergebnis einer Studie, die bereits im Oktober veröffentlicht wurde - Foto: Screenshot
Forscher der ETH Zürich haben einen Algorithmus entwickelt, der die durchschnittliche Attraktivität einer Person anhand eines Fotos schätzen kann.

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Das sehen Forscher der ETH Zürich allerdings anders. Sie wollen einen Algorithmus entwickelt haben, der anhand eines Bildes die Attraktivität einer Person schätzt. Eine Webseite, auf der das Tool kostenlos ausprobiert werden kann, ging kurz nach Veröffentlichung viral. Laut den Forschern wurde sie in den ersten zwölf Stunden mehr als eine Million Mal aufgerufen.

Bilder werden nicht gespeichert

Das Prinzip des Web-Tools ist relativ simpel: Der Nutzer lädt ein maximal fünf Megabyte großes Bild hoch, auf dem das Gesicht zu sehen ist. Nach wenigen Sekunden bekommt man dann ein Urteil präsentiert. Neben dem geschätzten Alter und Geschlecht wird auch die Attraktivität auf einer sechsstufigen Skala eingeschätzt. Diese reicht von "Hmm..." (wenig attraktiv) bis zu "Godlike" (sehr attraktiv).

Der Algorithmus ist das Ergebnis einer Studie, die bereits im Oktober 2015 veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dabei einen Algorithmus entwickelt, der die zu erwartende Attraktivität einer Person auf eine andere Person schätzt. Die Ergebnisse waren vielversprechend, in 76 Prozent der Fälle hat der Algorithmus richtig geschätzt. Man betont allerdings auch, dass der Algorithmus wohl nur in Europa akzeptable Ergebnisse erzielt, da die Studie mit Schweizer Testpersonen durchgeführt wurde. Diese Technologie soll nun für die Tinder-ähnliche Dating-App Blinq genutzt werden.

"Nehmt die Ergebnisse nicht zu ernst"

Das Web-Tool ist nicht mehr als ein Marketing-Gag von Blinq und der ETH Zürich. Wie die Forscher betonen, werden die Bilder nicht gespeichert. Zudem muss man volljährig sein, um das Tool zu nutzen. Wie Microsofts "How old" sorgt das Schweizer Tool aber nun auf Social Media für Furore. Unter dem von den Forschern vorgegebenen Hashtag #howhot finden sich zahlreiche Tweets von Nutzern, die ihre Ergebnisse beklagen. So wurden offensichtliche Scherzbilder mit "Godlike" bewertet, andere Personen wurden fälschlicherweise als minderjährig eingestuft. Die Forscher haben aber auch hier einen guten Rat: "Habt Spaß und nehmt die Ergebnisse nicht zu ernst."

(futurezone) Erstellt am 07.01.2016, 15:55

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