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Making of Wie der futurezone Netztest 2014 durchgeführt wurde.

Das Messfahrzeug, das die Breuer Nachrichtentechnik GmbH für den futurezone Netztest 2014 durch ganz Österreich fuhr
Das Messfahrzeug, das die Breuer Nachrichtentechnik GmbH für den futurezone Netztest 2014 durch ganz Österreich fuhr - Foto: Breuer/ Yann-Aretin Eggert
15.000 Anrufe, 650 Gigabyte übertragene Daten und zwei unterschiedliche Messsysteme garantieren die höchste Aussagekraft und Qualität des futurezone Netztests.

Einen Netztest in ganz Österreich durchzuführen, der allen Qualitätskriterien einer professionellen Messung und Analyse entspricht, bedeutet einen enormen Aufwand. Nach den ersten Erfahrungen im Vorjahr wurde auch für den Test 2014 eine Reihe von Partnern gewonnen, die allesamt jahrelange Expertise im Telekommunikationsgebiet mit sich bringen.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Messung lag auf Datenübertragung und öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu wurden zwei unterschiedliche Messsysteme eingesetzt. Das Messsystem der Focus Infocom GmbH wird im Allgemeinen von Netzbetreibern für Qualitätsmessungen verwendet. Das System Metricell aus Großbritannien bildet dagegen das Verhalten von Kunden nach. Der Einsatz zweier Verfahren erleichtert das sofortige Erkennen von Messsystemfehlern.

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Foto: Focus Infocom

Messungen mit Rucksack und Auto

Zwei Messsysteme und drei Netzbetreiber verlangten sechs Smartphones. Jeweils drei Smartphones wurden in zwei Rucksäcken verstaut, mit dem Tester zu Fuß unterwegs waren, etwa in Zügen, in Gebäuden oder in Fußgängerzonen. Sechs weitere Smartphones gingen in einem Fahrzeug auf die Reise durch ganz Österreich. Die Testausflüge fanden im Juni und Juli 2014 statt.

Bei den eingesetzten Geräten handelte es sich um Galaxy S4 und S5 Smartphones. Die S5-Modelle wurden von Samsung zur Verfügung gestellt. SIM-Karten lieferten die Mobilfunkbetreiber. Insgesamt wurden mit den Smartphones 15.000 Anrufe, 20.100 Datenübertragungen und 10.400 Videotests durchgeführt. Der Gesprächsdauer-Zähler wies am Ende 600 Stunden auf. Das übertragene Datenvolumen betrug 650 Gigabyte.

Unabhängigkeit gewährleistet

Die Gesamtleitung des futurezone Netztests lag bei Mobilfunk-Unternehmensberater Jürgen Dalmus. Die Messungen wurden von der Breuer Nachrichtentechnik GmbH durchgeführt. Das Projektmanagement und die Datenauswertung übernahm die Gimbel Consulting GmbH. Die Messtechnik wurde von Focus Infocom und Metricell zur Verfügung gestellt. Der Vorteil dieser fragmentierten Struktur: Kein Partner hat den gesamten Prozess in der Hand. Damit ist die höchstmögliche Unabhängigkeit des Ergebnisses gewährleistet.

Österreichs Mobilfunker stehen in Kontakt mit dem Team des futurezone Netztests. In Gesprächen wird ein gemeinsamer Zeitpunkt für die Nachmessungen erarbeitet, die Aufgrund der neuen LTE-Frequenzen und der Einführung von Voice over LTE notwendig sind.

(futurezone) Erstellt am 19.09.2014, 06:00

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