Studie
Internetnutzer haben mehr und engere Freunde
USA: Einer neuen Studie zufolge haben Online-Netzwerke wie Facebook, Twitter oder LinkedIn größere Offline-Netzwerke zur Folge.
Wie eine neue Studie des Pew Research Center zeigt, dürfte die intensivierte Nutzung von Online-Netzwerken Auswirkungen auf das Offline-Leben haben. In einem Längsschnittvergleich haben die Forscher festgestellt, dass die durchschnittliche Zahl enger Kontakte (Personen, mit denen wichtige persönliche Dinge besprochen werden) leicht gestiegen ist. Waren es im Jahr 2008 noch 1,93 enge Beziehungen pro Person, waren es Ende 2010 2,16 Personen, mit denen enger Offline-Kontakt gepflogen wurde.
Dieser leichte Anstieg korreliert laut Studie mit der gestiegenen Nutzung von Online-Netzwerken wie Facebook, Twitter oder LinkedIn. Waren 2008 etwa 26 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung bei Online-Netzwerken angemeldet, sind es Ende 2010 bereits 47 Prozent. Insbesondere Facebook-Nutzer dürften ihre sozialen Bande besonders intensiviert haben: Sie weisen neun Prozent mehr enge Kontakte auf als andere Internetnutzer.
Darüber hinaus bestätigte Pew Research die Ergebnisse vieler anderer Forschungen, dass Facebook latente Beziehungen belebt. Im Schnitt hätten US-Nutzer 229 Facebook-Freunde, von denen sie aber nur drei Prozent niemals im Offline-Leben getroffen haben.
Ein interessantes Nebenergebnis: Laut Studie sind MySpace-Nutzer am ehesten bereit, sich mit ihrer eigenen Meinung entgegenstehenden Meinungen auseinanderzusetzen. Zuletzt hatte der Buchautor Eli Paris in seinem Buch "The Filter Bubble" (futurezone-Bericht) davor gewarnt, dass Filtermechanismen bei Facebook, Google oder Amazon Nutzer immer mehr nur jene Inhalte präsentieren würden, die zu ihrer eigenen Meinung passen.
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Facebook, Soziale Netzwerke
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