Übernahme
Google kauft Gesichtserkennungs-Software
Der Internetkonzern hat das "Pittsburgh Pattern Recognition"-Projekt für eine unbekannte Summe übernommen. Damit könnten Dienste wie YouTube, Image Search, Goggles oder Google+ um Gesichtserkennungs-Funktionen ergänzt werden. Konkurrent Facebook hat eine vergleichbare Lösung bereits für seine 750 Millionen Mitglieder freigeschaltet.
Die seit 2004 bestehende Firma PittPatt wurde, wie es auf ihrer Webseite heißt, von Google übernommen. Das "Pittsburgh Pattern Recognition"-Projekt ist ein Spin-Off der Carnegie Mellon University und dessen CMU Robotics Institute und bereits in den 1990ern entstanden. Unter der Leitung von Dr. Henry Schneiderman hat man eigenen Angaben zufolge "verlässliche Gesichtserkennungs-Software für Fotos und Videos" entworfen. Bei Google sei man mit seinen vielen Bilder-Diensten wie Image Search, YouTube, Picasa und Goggles gut aufgehoben. Das Team freue sich, seine Software bei Google weiterentwickeln zu können.
Über den Kaufpreis von PittPatt ist bis dato nichts bekannt. Google hat gegenüber Techcrunch lediglich folgendes Statement abgegeben: "The Pittsburgh Pattern Recognition team has developed innovative technology in the area of pattern recognition and computer vision. We think their research and technology can benefit our users in many ways, and we look forward to working with them.”
Möglich ist, dass PittPatt bei YouTube und Android zum Einsatz kommen wird. Am wahrscheinlichsten ist aber eine Integration des Dienstes in das neue Online-Netzwerk Google+. Der Foto-Dienst Picasa verfügt bereits über Gesichtserkennungs-Funktionen. Dabei ist diese Art von Software umstritten: Als Facebook seine Gesichtserkennungs-Software ungefragt für seine Nutzer freischaltete (futurezone-Bericht hier), erntete das Unternehmen viel Kritik dafür. Von seiten Google hieß es damals, dass man eine vergleichbare Software in der Schublade habe, diese aber vorerst nicht auf den Markt bringen wolle.
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Google
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