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Woche 37: Facebook vs. Datenschützer
In Mitteleuropa stößt das Online-Netzwerk Facebook auf immer größeren Widerstand. Ob Facebook sich dem EU-Recht und den hiesigen Wünschen der Datenschützer anpassen wird, ist aber nicht fix.
Warum haben österreichische Studenten geklagt?
Die Initiative “Europe gegen Facebok” rund um den Wiener Jusstudenten Maximilian Schrems hat insgesamt 16 Anzeigen gegen Facebook in Irland eingebracht. Deswegen in Irland, weil Facebook dort eine Tochterfirma betreibt und alle Nutzer außerhalb der USA einen Vertrag mit dieser Tochterfirma abschließen. Deswegen gilt etwa für österreichische Nutzer nicht US-Recht, sondern europäisches Recht. Die Studenten haben zur Anzeige gebracht, dass die Nutzungsbedingungen, die die Nutzer akzeptieren müssen, nicht verständlich formuliert sind. Außerdem soll Facebook Daten nicht löschen, sondern nur deaktivieren und auf den Servern behalten. Außerdem soll Facebook auf Daten über Nichtmitgliedern sammeln.
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Was passiert in Deutschland?
In Deutschland haben sich Datenschützer auf den berühmten Like-Button eingeschossen, der weltweit in mehr als drei Millionen Webseiten integriert ist. Auch wenn man ihn nicht anklickt, so der Vorwurf der Datenschützer, weiß Facebook, dass man auf einer dieser Webseiten war und vermerkt das auf seinen Servern. Das betrifft übrigens auch Nichtmitglieder, deren IP-Adresse gespeichert werden soll. All diese Daten, wie Internetnutzer sich online bewegen, werden drei Monate von Facebook gesichert, und niemand weiß so genau, was sie mit diesen Daten machen.
Wie reagiert Facebook auf die Kritik?
Facebook hat versprochen, dass es sich dem deutschen Datenschutz-Kodex für Online-Netzwerke, dem bereits etwa StudiVZ oder Wer-kennt-wen.de angehört, anschließt. Das ist aber nur als halbherziger Schritt zu werten, da man das Grundproblem (die intensive Datensammlung von EU-Bürgern auf US-Servern) nicht löst. Abzuwarten bleibt, welche Folgen die Anzeigen der Wiener Studenten haben und wie Facebook darauf reagieren wird.
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ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
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ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
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Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
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