Sicherheit
Privatsphäre: "Facebook Log-Out reicht nicht"
Selbst nach dem Ausloggen bei Facebook spioniert das Netzwerk seinen Nutzern hinterher. Jede Seite, die über einen "Gefällt mir"- oder "Teilen"-Knopf verfügt, erkennt trotz eines vorherigen Log-Outs die eindeutig identifizierbare Account-ID. Darauf machte der Blogger Nik Cubrilovic aufmerksam. Er fordert das Netzwerk dazu auf, die Privatsphäre seiner Nutzer besser zu schützen.
Facebook und die fehlende Privatsphäre - das Kapitel ist wohl unendlich fortsetzbar. So machte der Entwickler und Blogger Nik Cubrilovic am Wochenende wieder einmal auf ein neues, aber ihm seit über einem Jahr bekanntes Manko aufmerksam: Das soziale Netzwerk trackt die Nutzer auch nach dem Ausloggen.
Das heißt, wenn Nutzer X nach der beendeten Facebook-Sitzung eine Seite abruft, auf der ein "Like"-Button angebracht ist, oder auf der man die Inhalte via Facebook teilen kann, weiß Facebook, dass Nutzer X diese Seite besucht hat. Das Tracken funktioniert über Cookies. Eine Dokumentation von Cubrilovic zeigt, dass auch nach dem Logout die eindeutig identifizierbare Account-ID gespeichert wird.
Cookies manuell löschen
Die Verfolgung von Facebook, welche anderen Websites man im Netz besucht, lässt sich nur verhindern, in dem man das Cookie manuell löscht oder wenn für das Surfen im Netz einen anderen Browser verwendet, mit dem man widerum Facebook nicht ansteuert.
Cubrilovic wurde auf dieses Problem aufmerksam, als er letztes Jahr als Entwickler mehrere Accounts zum Testen angelegt hat. Der Blogger hat dieses Privatsphäre-Problem bereits im Dezember erstmals an Facebook gemeldet, aber keine Rückmeldung bekommen. Auch weitere Versuche der Kontaktaufnahme blieben erfolglos. "Sie müssten das aber wirklich einmal auf die Reihe kriegen", meint der Entwickler.
Öffentliche Rechner als Problem
Das Problem ist unter anderem dann gegeben, wenn man sich von einem öffentlichen Rechner aus, z.B. im Urlaub im Internet-Café, einloggt. Die nachfolgenden Internet-Nutzer besuchen vielleicht Websites, mit denen Nutzer X nicht assoziiert werden möchte und Facebook schlägt einem dann Freunde oder Seiten vor, die gar nichts mit einem zu tun haben.
Laut Cubrilovic sei das Bewussstein für Privatsphäre im Netz da, wo es für Sicherheit im Netz vor zehn bis fünfzehn Jahren gewesen sei: gering. Dabei seien die Privatsphäre-Lücken genauso ernst zu nehmen wie Sicherheitslücken. Facebook müsse die Privatsphäre-Themen ernst nehmen und entsprechend reagieren. Ausloggen müsse tatsächlich ausloggen bedeuten, so der Entwickler.
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Tags:
Facebook, Privatsphäre
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Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
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