Skandal
Apple-Fabrikant vergleicht Arbeiter mit Tieren
Terry Gou, der Chef des taiwanesischen Elektronik-Herstellers Foxconn / Hon Hai, ließ einen Zoodirektor bei einem Neujahrsevent über Tierhaltung referieren. Dessen Erkenntnisse sollen nun Foxconn-Manager auf die eigene Fabriken umlegen, wo Millionen Arbeiter täglich Notebooks, Tablets und Handys zusammenschrauben.
"Wir haben über eine Million Mitarbeiter. Da menschliche Wesen auch Tiere sind, bereitet es mir Kopfschmerzen diese Million an Tieren zu managen." Mit diesem Zitat, über das Want Chinatimes berichtet, sorgt Terry Gou, Chef des Auftragsherstellers Hon Hai abermals für Schlagzeilen. Der Aussage ist im Zuge einer Neujahrfeier gefallen und war an den anwesenden Direktor des Taipeh Zoos gerichtet. Dieser war zur Feier geladen, um über Tierhaltung zu referieren. Dem Zeitungsbericht zufolge habe Gou seine Manager angewiesen genau zuzuhören, um Erkenntnisse für den Umgang mit den eigenen Arbeitern zu gewinnen.
Internationale Kritik am Konzern
Der taiwanesische Konzern betreibt aus Kostengründen viele seiner Fabriken in China, wo die Belegschaft rund um die Uhr im Schichtbetrieb arbeitet. Die dortigen Arbeitsbedingungen werden von Menschrechtsorganisationen immer wieder kritisiert. Für internationales Aufsehen sorgten in den vergangenen Jahre auch mehrere Selbstmorde auf den Fabrikgeländen.
Mächtiger im Hintergrund
In Taiwan gilt Gou als der mächtigste Industrielle des Landes, in der Welt der Elektronik und IT ist er ebenfalls einer der einflussreichsten Akteure. Der Chef von Foxconn/Hon Hai hat sich innerhalb der letzten Dekaden als der Hightech-Produzent etabliert. Der weltgrößte Auftragsherstellers für Elektronik beliefert beispielsweise HP, Sony oder Microsoft. Der prominenteste Kunde ist jedoch zweifellos Apple, für den iPhone, iPad und Notebooks gebaut werden.
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Tags:
China, Taiwan, Foxconn
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