Japan
Android schuld an Netzausfall in Tokio
Der Netzbetreiber NTT Docomo will Google um eine Änderung von Android bitten
Im Netz des japanischen Mobilfunkanbieters NTT Docomo kam es in den vergangenen sechs Monaten zu mehreren Ausfällen. Vergangenen Mittwoch war das das Mobilfunknetz in Tokio mehrere Stunden nicht erreichbar. Laut NTT Docomo ist Android schuld daran.
Android-Smartphones sollen überdurchschnittlich viel Datenvolumen verursachen und dadurch das Netz belasten. Die Ausfälle vom Mittwoch sollen auf eine Voice-over-IP-App für Android-Smartphones zurückzuführen sein. Durch den hohen Datenverkehr fielen mehrere Switches aus, was wiederum das Netz in Tokio lahm legte. NTT Docomo gab bekannt, das dies bereits der sechste durch Android-Smatphones verursachte Netzausfall in sechs Monaten war.
Jetzt will NTT Docomo Google darum bitten, Änderungen im Betriebssystem vorzunehmen, um den Datenverbrauch zu senken. Einige Apps sollen alle drei bis fünf Minuten Prüfungssignale übertragen, die das Netz unnötig belasten. Laut NTT Docomo würde es bereits helfen, wenn diese Signale seltener von Android übertragen werden würden. NTT Docomo hofft auf die Unterstützung anderer Netzbetreiber, die laut Brancheninsidern ebenfalls nicht glücklich mit den Datenvolumen sind, die Android-Apps verursachen.
NTT Docomo will sich nicht nur auf die Kooperationsbereitschaft mit Google verlassen und kündigte gegenüber der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei an, 493 Millionen Euro zu investieren, um das Netz auszubauen. Als weitere Reaktion auf die Ausfälle werde das Gehalt des Firmenchefs Ryuji Yamada und fünf weiterer Manager für drei Monate gekürzt.
Tags:
Google, Android, Japan
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