Fraunhofer-Studie
Kaum Energieeinsparungen durch Smart Meter
Ein neuer Feldversuch des Fraunhofer Instituts hat aufgezeigt, dass intelligente Stromzähler nur wenig Einsparungen mit sich bringen. Die Haushalte haben lediglich 3,7 Prozent weniger Strom verbraucht als die Kontrollgruppe. Es wurden dabei auch Haushalte in Österreich untersucht.
Bis 2020 müssen in der EU 80 Prozent der Haushalte mit intelligenten Stromzählern, sogenannten "Smart Metern", ausgestattet sein. Das schreibt eine Energieeffizienzrichtlinie vor. Der Sinn für Kunden soll vor allem darin liegen, dass sie den Stromverbrauch besser kontrollieren können. Netzbetreiber sollen auf diesem Weg die Spitzenlasten besser steuern können.
Doch wie viel Strom und wie viel Geld lassen sich wirklich durch den Einsatz von intelligenten Stromzählern sparen? Ein Team von Fraunhofer-Institut für System- und Informationsforschung (ISI) hat dazu einen Feldversuch (PDF) in Deutschland und Österreich durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden knapp 2000 Haushalte, die bereits in Pilotprojekten mit den neuen Zählern ausgestattet wurden, in einem Feldversuch untersucht. Unter den Haushalten befanden sich auch welche aus der Region Linz in Oberösterreich.
Der Feldversuch der Fraunhofer-Wissenschaftler ergab, die Gruppe, die mit den neuen Zählern ausgestattet war, nur rund 3,7 Prozent weniger Strom als die Kontrollgruppe mit den herkömmlichen Zählern verbraucht hat. Damit sparten die Haushalte mit den intelligenten Zählern rund 30 Euro Stromkosten. Eine Studie aus Dänemark aus dem Jahr 2010 kam auf drei Prozent, andere Studien konnten gar Einsparungen bis zu 15 Prozent feststellen.
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Tags:
Smart Metering, Fraunhofer
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