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Astronomie

Startschuss für Bau des weltgrößten Teleskops

Die europäische Astronomie-Organisation ESO wird in Chile das Extremely Large Telescope errichten, das größte optische Teleskop der Welt. Der 80 Meter hohe Koloss mit einem 40 Meter-Spiegel soll ab 2020 von der Atacama-Wüste aus nach bewohnbaren Planeten suchen und dunkle Materie erforschen.

Die Finanzierung für das über eine Milliarde Euro teure European Extremely Large Telecope - kurz: E-ELT - steht. Auch Österreich ist beteiligt. Nun wird mit der Entwicklung der 800 sechseckigen Spiegelelemente, von denen jedes einen Durchmesser von 1,4 Meter aufweisen wird, begonnen. Daneben wird der Standort für das Bauwerk, der Cerro Armazones, für den Bau vorbereitet. Der Berg befindet sich nur 20 Kilometer vom Cerro Paranal, dem Standort des derzeit größten optischen Teleskops (Very Large Telescope - VLT), entfernt und wurde wegen seiner Lichtbedingungen zum besten Ort für das E-ELT erkoren.

Die ESO ist im Norden Chiles seit Jahren aktiv. Neben dem VLT und einem weiteren Teleskop-Standort (La Silla) arbeitet die europäische Südsternwarte am Aufbau von ALMA mit, dem derzeit weltgrößten Radioteleskop-Projekt, das unter internationaler Beteiligung am Chajnantor-Hochplateau entsteht. Während ALMA Ende 2012 voll funktionsfähig sein soll, wird bereits an dessen Nachfolger, dem Square Kilometre Array (SKA) gebastelt. Die Atacama-Wüste bietet wegen seiner Trockenheit und Freiheit von störenden Lichtquellen eine ideale Umgebung für die Weltraumforschung.

Mehr Details zum Extremely Large Telescope erfahren Sie in der folgenden Bildergalerie:

Die europäische Astronomie-Organisation ESO (European Southern Observatory) will in den nächsten Jahren das größte optische Teleskop der Welt errichten. Sein Name: Extremely Large Telescope. Sein Motto: The Biggest Eye on the Sky. Das European Extremely Large Telescope - kurz: E-ELT - soll um das Jahr 2020 seinen Betrieb aufnehmen und so viel Licht einfangen,... ... dass erdähnliche Planeten in den Regionen um Sterne aufgefunden werden können, in denen biologisches Leben möglich ist. Mit dem Teleskop will man zudem die größten Rätsel der Astronomie, wie dunkle Energie oder die Ausdehnung des Universums, erkunden. Kernstück des E-ELT ist der größte Spiegel aller Zeiten. Mit 40 Metern Durchmesser wird der Hauptspiegel aus 800 beweglichen Einzelspiegeln bestehen. Seine Aufhängung wird 2.700 Tonnen wiegen. Hier zeigen ESO-Techniker, welche Fläche der Spiegel einnehmen wird. Jedes einzelne Spiegelelement wird einen Durchmesser von 1,4 Metern und eine Dicke von 5 Zentimetern aufweisen. Die Entwicklung der E-ELT-Spiegel markiert den Startschuss für das extrem große Projekt, das über eine Milliarde Euro kosten wird. Auch Österreich beteiligt sich daran. Um einen geeigneten Standort zu finden, wurden mehrere Berggipfel in der chilenischen Atacama-Wüste auf ihre Lichtbedingungen getestet. Am Ende... ... entschied man sich für den Cerro Armazones in unmittelbarer Nachbarschaft zum Paranal, dem Standort des bisher größten Teleskops, VLT (Very Large Telescope). Für den Bau muss die Bergspitze teilweise abgetragen werden. So sieht der Cerro Armazones in unberührtem Zustand aus. 2012 wird mit dem Bau der Zufahrtsstraße begonnen, die für die Errichtung maßgeblich ist. Welch riesiges Konstrukt am Cerro Armazones entstehen soll, erkennt man im Größenvergleich. Hier sieht man das E-ELT im Vergleich mit einem der vier Teleskop-Dome des VLT (re.). Die Kuppel des E-ELT soll 80 Meter hoch werden,... ... und einen Durchmesser von 100 Metern aufweisen. Das E-ELT hat damit die Größe eines kleinen Stadions. Hier sieht man den Stephansdom (re.) im Größenvergleich. Und so soll das Extremely Large Telescope im Querschnitt aussehen. Die horizontale Achse des Teleskops wird 37 Meter über dem Grund des Gebäudes liegen - höher als eine der Kuppeln des VLT. Trotz seiner Größe soll das E-ELT flexibel bleiben. Sensoren für unterschiedliche Wellenbereiche sollen innerhalb von Minuten ausgewechselt werden können. Auch eine Neuausrichtung des Teleskops soll innerhalb kurzer Zeit möglich sein. Zahlreiche Lüftungsklappen in der Kuppel sollen Kondenswasserbildung verhindern. Die Umgebung der Atacama-Wüste gilt zudem als trockenstes Gebiet der Welt. Das E-ELT soll die Weltraumforschung einen extrem großen Schritt voran bringen. Doch was kommt nach dem Extremely Large Telescope? Das Unbelievably Large Telescope? Das Ridiculously Large Telescope? Posten Sie Ihre Namensvorschläge im Kommentarbereich.
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Tags: Weltraum


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