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Rückblick Die Lieblingsspiele der futurezone 2015.

Foto: Rockstar, Bethesda, CD Projekt Red, Psyonix
Open World, Hexer, Städtebau, fliegende Schafe und nukleare Postapokalypse: Diese Games haben den spielenden fuzo-Redakteuren 2015 besonders gut gefallen.

2015 war ein guter Jahrgang, wenn es um Video- und Computerspiele geht. Langerwartete Fortsetzungen sind erschienen, von denen einige keine völlige Enttäuschung waren, Microsofts Xbox One kam langsam auf Kurs, GTA 5 ist für PC erschienen und Cities: Skylines ist das Sim City, das Electronic Arts den Gamern nicht liefern konnte (oder wollte).

Auch wenn wir aus Zeitmangel nicht die Tests zu allen Games schreiben konnten – gespielt haben wir sie. „Wir“ sind der spielende Teil der futurezone-Redaktion, Michael Leitner, Thomas Prenner und Gregor Gruber. Anstatt die Spiele des Jahres zu küren (das haben ohnehin schon genug andere gemacht), haben wir kurz die Controller, Mäuse und Tastaturen zur Seite gelegt und darüber sinniert, welche Spiele uns dieses Jahr besonders gefallen haben und warum.

Gregor Gruber

The Witcher 3: Wild Hunt in drei Worten: Spiel des Jahres“: So begann ich das Review von Witcher 3. Ein halbes Jahr später stehe ich weiterhin zu meiner Meinung. Witcher 3 ist einfach gut. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die nicht vorhersehbaren Konsequenzen, die die eigenen Handlungen haben. Selbst mit viel RPG-Erfahrung ist man immer wieder überrascht, was passiert, obwohl man die vermeintlich richtigen Entscheidungen getroffen hat.

Als Fan von Open-World-Spielen war 2015 ein echter Segen. Neben Witcher 3 gehört Fallout 4 zu meinen Favoriten. Es ist bei Weitem nicht perfekt. Es ist zu viel Shooter und zu wenig RPG, stürzt auf der PS4 öfters mal ab und hat ein furchtbares Interface. Aber es ist stimmig und sowas von Open World. Es macht Spaß vom Ziel abzustreifen und das Ödland zu erkunden, immer wieder neue Plätze zu finden und die Stimmung zu inhalieren. Erst ist man im Blutrausch nach einen Kampf gegen acht Supermutanten, nur um im nächsten Moment wieder einen Dämpfer verpasst zu bekommen. Am Ufer eines Stegs am See sind zwei Skelette. Sie blicken Richtung Sonnenuntergang, Händchen haltend, eines davon im Rollstuhl. Am Boden liegen zwei Gläser, im Picknick-Korb eine angefangene Flasche Wein. Und außerdem ist der Titelsong von Fallout 4 genial.

Apokalyptischer Ansturm: 'Fallout 4' bricht Rekorde

Nach Ground Zeroes habe ich mich auf ein mäßiges Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain eingestellt und wurde positiv überrascht. Zwar verläuft sich die Story irgendwann, wie für MGS üblich. Doch das Open-World-Gameplay harmoniert gut mit den Schleich-Mechaniken und lädt zum Experimentieren ein. Außerdem kann man mit Rettungsballons so ziemlich alles klauen: Maschinengewehre, Container, Fahrzeuge, feindliche Soldaten und Schafe.

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Foto: Konami
Destiny ist für viele Spieler eine Hass-Liebe mit zahlreichen Auf und Abs. Das 45-Euro teure Zusatzpack Destiny: The Taken King war eines der Aufs. Damit wurde neues Leben in das Spiel gepumpt. Zwar ist die Kampagne nach ein paar Stunden erledigt, das ständige Suchen nach besseren Gegenständen sorgt aber locker für 30 und mehr weitere Spielstunden – wenn man ein leidenschaftlicher Jäger und Sammler, mit einem Faible für Coop-Gameplay, ist. Das gute an Destiny: Hat man nach zig Stunden seine Frustgrenze erreicht, macht ein paar Monate Pause und fängt (aus Mangel an neuen guten Games) erneut zum Spielen an, ist man nach ein paar Minuten wieder komplett im Spiel. Die Mechaniken und das Balancing von Destiny gehören nach wie vor zu dem Besten, was das FPS-Genre derzeit zu bieten hat.

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Foto: Bungie

Stichwort Coop-Gameplay: Die Kampagne von Resident Evil Revelations 2 war auf der Spaßskala ein „meh”, der Raid-Modus aber ein „yay!“. Selbst nach mehr als 30 Stunden Spielzeit und den immer gleichen Levels motiviert der Raid-Modus im Splitscreen-Coop. Es gibt immer noch einen besseren Gegenstand zu finden und noch eine Spielfigur zu leveln, um bestimmte Fähigkeiten zu vererben und sich so einen Wunsch-Charakter zu basteln.

Thomas Prenner

Der Neo-stellvertretende Chefredakteur der futurezone, Thomas Prenner, ist zu beschäftigt, um ein paar Zeilen über seine Games-Favoriten zu schreiben. Das ist nicht weiter tragisch, da er heuer ohnehin nur auf die der PC-Version von GTA 5 und Cities: Skylines konzentriert war. Auf seiner To-Play-Liste steht noch Her Story.

Michael Leitner

Zahnabdrücke, abgerissenes Gummi auf den Analog-Sticks und ein angeschlagenes Plastikgehäuse: Meine PlayStation-4-Controller mussten dieses Jahr einiges durchmachen. Schuld daran war Bloodborne, der neue Titel der Dark Souls-Entwickler From Software. Zugegeben, die Faszination von Dark Souls hat sich mir nie erschlossen. Das Gameplay ist langsam, für ein Action-Adventure ungewohnt taktisch und unnötig frustrierend. Zu oft habe ich meinem Mitbewohner dabei zugesehen, wie er Stunden in das Spiel investiert hat, nur um dann zu sterben und wieder bei Null anzufangen. Bloodborne behält die Frust-Formel bei, das Sterben macht aber dank Action-lastigem Gameplay und verbesserter Steuerung deutlich mehr Spaß. Da freue ich mich zurecht auf Dark Souls 3, das viele dieser Elemente übernimmt.

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Foto: From Software
Eine kleine Überraschung kam dieses Jahr im PlayStation-Plus-Abo kostenlos daher. Rocket League ist ein simples Rennspiel, das an die Sportart Autoball erinnert. Bis zu drei Fahrzeuge treten gegeneinander an und versuchen einen großen Ball in das gegnerische Tor zu befördern. Die Gesetze der Schwerkraft werden dabei getrost ignoriert, sodass die Autos dank Boost an der Decke fahren, springen und wie Fußballer Fallrückzieher machen. Was so mancher Rocket League-Spieler mit dem Controller auf das virtuelle Spielfeld zaubert, ist beeindruckend. Meine Fähigkeiten bei Rocket League ähneln jenen auf dem echten Rasen - Spaß macht es trotzdem.

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Foto: altosadventure.com

Als begeisterter Nicht-Wintersportler (ich kann mich weder auf Ski noch auf Snowboard halten) war ich verwundert, dass mich der wunderschöne Endless-Runner Alto’s Adventure so fesseln konnte. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alto, der mit seinem Snowboard einen scheinbar endlos langen, abwechslungsreichen Berghang hinuntergleitet. Auf dem Weg hinunter versucht man möglichst vielen Tieren zu begegnen, Münzen zu sammeln sowie Tricks zu absolvieren. Das Spiel ist simpel und selbsterklärend, auf Dauer aber dank einer Vielzahl an Aufgaben und Belohnungen fordernd und unterhaltsam. Leider ist es derzeit nur für iOS verfügbar, an einer Android-Version wird bereits gearbeitet.

(futurezone) Erstellt am 04.01.2016, 06:00

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