q/talk
Selbstversuch mit Vorratsdaten
Deutscher Grün-Politiker Malte Spitz diskutiert in Wien
In Österreich soll die Vorratsdatenspeicherung demnächst vom Parlament beschlossen werden. Welche Auswirkungen die verdachtsunabhängige Speicherung der Verbindungsdaten von Telefon, Internet und E-Mail auf den Einzelnen hat veranschaulichte der deutsche Grün-Politiker Malte Spitz im Selbstversuch. Er klagte sechs Monate seiner von der Deutschen Telekom gespeicherten Vorratsdaten ein und ließ von Zeit Online auf Basis seines Bewegungsprofil eine interaktive Karte erstellen.
Ergänzt wurden die Geodaten um Twitter- und Blog-Einträge. Auch die Anzahl der Anrufe, SMS-Nachrichten und Internet-Verbindungen des Mitglieds des Bundesvorstands der Grünen/Bündnis 90 werden angezeigt. Lediglich die Nummern seiner Kontakte wurden ausgespart.
"Es zeigt sein Leben"
Das Ergebnis kann Angst machen. Mit den gespeicherten Daten lassen sich alle Bewegungen des Politikers im vergangenen Jahr detailliert nachvollziehen, sie geben auch Einblick in die Kommunikations- und Lebensgewohnheiten von Spitz. Das so entstande Profil zeige sein Leben, resümierte Kai Biermann in der Zeit online.
Am kommenden Dienstag, den 22. März um 19.00 Uhr, ist Spitz bei einem q/talk spezial der Datenschutz-Initiative quintessenz und der Grünen im Depot (1070 Wien, Breite Gasse 3) zu Gast, wo er mit Doris Liebwald vom Wiener Zentrum für Rechtsinformatik und dem grünen Nationalratsabgeordneten Albert Steinhauser über die verdachtsunabhängige Speicherung von Verbindungsdaten diskutieren wird.
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Vorratsdatenspeicherung
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