Deutschland
Neuer Entwurf für Vorratsdatensspeicherung
Gesetzesvorschlag des Justizministeriums geht Unionspolitikern nicht weit genug
Die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat ihren Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorgelegt und damit Unionspolitiker weiter gegen sich aufgebracht. Inhaltlich basiert der Entwurf auf den im Januar vorgestellten Eckpunkten der Ministerin, die von Unionspolitikern bereits mehrfach als unzureichend kritisiert wurden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drängt die Streitenden, sich endlich zusammenzuraufen. Sie hält die Speicherung von Internet- und Telefonverbindungsdaten für nötig, um Terroristen und Verbrecher wirksam bekämpfen zu können.
"Keine Provokation"
Die FDP forderte die Union auf, ihre „Blockadehaltung“ aufzugeben. „Zu Ergebnissen kommt man nur, wenn verhandelt, nicht wenn geschmollt wird“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Ahrendt. Unions-Innenexperte Hans-Peter Uhl (CSU) lehnte den Entwurf als „völlig unbrauchbar“ ab und will auf der Grundlage nicht einmal verhandeln.
Ein Specher des Bundesinnenministeriums erklärte hingegen, man wolle den Entwurf prüfen und später dazu Stellung nehmen. Es sei ein normaler Vorgang, dass das federführende Ressort einen Gesetzentwurf vorlege. Ein Sprecher von Leutheusser-Schnarrenberger wies den Vorwurf zurück, es handele sich bei dem Entwurf um eine Provokation.
Speicherung nur bei "Anfangsverdacht"
Das Bundesverfassungsgericht hatte die alte Regelung, nach der Telefon- und Internetverbindungsdaten anlasslos sechs Monate lang gespeichert wurden, im März 2010 gekippt. Nach dem nun vorgelegten Entwurf für eine Neuregelung sollen ohnehin vorhandene Daten grundsätzlich nur beim Anfangsverdacht einer Straftat gesichert werden, damit die Telekommunikationsfirmen sie nicht routinemäßig löschen. Per Richterbeschluss sollen sie für Ermittlungen genutzt werden können. IP-Adressen von Computern sollen generell sieben Tage lang gespeichert werden, um bei Bedarf Auskunft geben zu können.
Tags:
Vorratsdatenspeicherung
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.
- Mail an Editor
Kommentare werden geladen...