Datenschutz
US-Polizei will iPhone für Gesichts-Scan nutzen
Ein neues Gerät soll den US-Gesetzeshütern ermöglichen, mithilfe des iPhones Gesichter und Augen zu scannen und mit einer Kriminalitätsdatenbank abzugleichen. Datenschützer warnen bereits vor möglichen Folgen.
Polizisten in den USA sollen schon bald mit elektronischer Gesichts- und Augenerkennung arbeiten, das berichtet das Wall Street Journal. Ein entsprechendes Gerät mit dem dem Namen „MORIS“ (Mobile Offender Recognition and Information System) wird direkt an das Apple iPhone angeschlossen und ermöglicht es dem Beamten, entweder Gesichter aus einer Entfernung von 1,5 Meter, oder Augen aus einer Entfernung von 15 Zentimeter zu scannen und mit einer Datenbank abzugleichen. Langwierige Identitätsfeststellungen könnten so deutlich beschleunigt werden.
Zu Beginn sollen etwa 1000 dieser Geräte von dem Unternehmen BI2 Technologies, von denen jedes rund 3000 US-Dollar kostet, ausgeliefert werden. An Versionen, die auch mit Android-, oder Windows-Smartphones funktionieren, wird derzeit gearbeitet.
Datenschützer warnen, dass die neue Technik auch neue Probleme hervorbringen könnte. So ist es in der Öffentlichkeit zwar erlaubt, Menschen zu fotografieren, das Scannen der Iris könnte jedoch eine Durchsuchung darstellen, für die es einen begründeten Verdacht geben muss. Weitere Experten meinen, dass die Gesetzeslage in dieser Hinsicht noch nicht ausgereift sei. Die National Association of Police Organizations (NAPO) erklärte gegenüber Forbes, dass die Behörden eine „moralische Verantwortung“ hätten, entsprechende Richtlinien für die Nutzung derartiger Technologien zu entwickeln.
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Apple, Datenschutz, iPhone
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