Zensur
Iran: Maßnahmen gegen "Internet im Koffer"
Regierung will gegen US-Plan, Handy-Netze für Dissidenten aufzubauen, vorgehen
Der Iran hat Maßnahmen gegen ein von den USA aufgelegtes Programm angekündigt, das Dissidenten weltweit Zugang zum Internet gewähren soll. Geheimdienstminister Heydar Moslehi sagte am Freitag im Radio, der Iran sei von Anfang an über den Vorgang im Bilde gewesen. Man habe eine Lösung parat. Einzelheiten nannte der Minister nicht.
Internet im Koffer
Die US-Tageszeitung „New York Times“ hatte im Juni erstmals von dem Programm berichtet. Kern ist das sogenannte Internet im Koffer. Es umfasst einen unauffälligen Aktenkoffer mit allen nötigen Utensilien, um die Blockade des Internets durch Regierungen zu umgehen.
Nach der umstrittenen Präsidentenwahl im Juni 2009 im Iran mit der Wiederwahl von Mahmoud Ahmadinejad, gegen die es aufgrund von Manipulationsvorwürfen Massenproteste gab, hatte die iranische Regierung den Zugang zum Internet erschwert und das Mobilfunknetz abschalten lassen.
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Netzsperren, Zensur
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