WikiLeaks
Westliche Überwachungstools an Diktaturen
Assange präsentierte neue WikiLeaks-Dokumente in London
Firmen in westlichen Ländern verkaufen nach Angaben der Internet-Enthüllungsplattform WikiLeaks in großem Ausmaß Überwachungstechnologien an Diktaturen und andere Interessierte.
In den vergangenen Jahren habe der Handel mit Computertechnik, die einfachen Zugang zu Handys, E-Mail-Konten und anderen Computerdaten biete, rapide zugenommen, sagte WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Donnerstag in London. Es gebe derzeit kein Regelwerk zum Verkauf solcher Technik.
Lieferungen nach Syrien oder Libyen
In neu veröffentlichten Dokumenten weist WikiLeaks nach eigenen Angaben 160 Firmen aus 25 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und die USA, nach, die entsprechende Technik ins Ausland zu verkaufen.
„Diese Programme sind im Inland meistens verboten“, erklärte ein WikiLeaks-Sprecher. Länder wie Libyen oder Syrien aber kauften und nutzten sie. Die Internetaktivisten zeigen unter anderem auf, wie das Regime des gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi massenhaft Gegner und auch eigene Mitarbeiter mit Hilfe solcher Technik ausspioniert habe.
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