Deutschland
Schaar für Handys mit Datenschutz ab Werk
Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich für datenschutzfreundliche Voreinstellungen bei Smartphones und Internet-Diensten ausgesprochen. Schließlich müsse Datenschutz auch für den Menschen, der keine Lust und Zeit habe, sich mit dem Kleingedruckten zu beschäftigen, handhabbar und vertrauenswürdig sein.
Die Unternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Produkte dahingehend weiterzuentwickeln, sagte Schaar gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Gesetzliche Vorgaben könnten dafür sorgen, dass Produkte und Dienste so auf den Markt kommen, dass man ihnen vertrauen kann. Aber auch Datenschutzsiegel könnten hier sehr hilfreich sein“, sagte er.
Privacy by default
Wer einen Dienst im Internet abonniere, in einem sozialen Netzwerk Mitglied werde oder Smartphones kaufe, müsse sich sicher sein können, dass diese Systeme werksseitig so eingestellt seien, dass man nicht überwacht werde („privacy by default“). „Davon sind wir derzeit weiter entfernt denn je“, meinte Schaar. Beispielsweise war im Frühjahr dieses Jahres bekanntgeworden, dass Apple-iPhones die Aufenthaltsorte der Nutzer fortlaufend speichern.
Auch für Menschen ohne Zeit für Kleingedrucktes
Schaar sagte: „Bei jedem Bohrer, den man im Baumarkt kauft, muss gewährleistet sein, dass er elektrisch sicher ist. Bei einem Auto müssen die Airbags funktionieren. Aber im Internet haben wir so etwas noch nicht.“ Datenschutz müsse aber für den Menschen, der keine Lust und Zeit habe, sich mit dem Kleingedruckten zu beschäftigen, handhabbar und vertrauenswürdig sein.
Die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit müssten von vornherein von den Herstellern berücksichtigt werden. „Bei intelligenten Stromzählern sind wie zum Beispiel schon ziemlich weit“, meinte Schaar. Da könne der Nutzer sich künftig sicher sein, dass er sich keinen „Spion“ ins Haus hole. „Daran haben wir schwer, aber erfolgreich zusammen mit der Wirtschaft und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gearbeitet.“ Dieser Vergleich gilt allerdings nur für Deutschland. In Österreich sehen Datenschutz-Experten noch Defizite.
Mehr zum Thema
Was smarte Stromzähler über uns verraten
EU: Strengere Regeln für RFID gefordert
Datenschützer zweifeln an Facebook-Prüfung
Wiener Studenten zwingen Facebook in die Knie
PNR-Deal: "Aus Datenschutzgründen abzulehnen"
Tags:
Deutschland, Datenschutz
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.
- Mail an Editor
Kommentare werden geladen...