Zensur
Spanien: Neues Gesetz gegen Onlinepiraterie
Die spanische Regierung hat ein neues Gesetz gegen Online-Piraterie beschlossen - innerhalb von nur 10 Tagen soll künftig eine Webseite geblockt oder komplett geschlossen werden
Galt Spanien in Filesharing-Fragen bisher noch als eine Insel der Seligen, so hat sich diese Situation nun durch ein neues Gesetz vollkommen geändert. Die spanische Regierung hat ein Gesetz erlassen, das bei Urheberrechtsverletzungen den Rechteinhabern deutlich mehr Handlungsspielraum geben soll. So soll innerhalb von nur 10 Tagen, nachdem eine Beschwerde eingereicht wurde, entschieden werden ob die betroffene Webseite von spanischen Internetanbietern geblockt oder sogar komplett abgeschalten werden soll. Die Entscheidung, wie vorgegangen wird, trifft künftig ein unabhängiges Komittee.
Rechtssprechung im Schnelldurchlauf
Das sogenannte Sinde-Gesetz, benannt nach der ehemaligen Kulturministerin Ángeles González-Sinde, wurde bereits im Februar 2011 unter dem Kabinett Zapatero im Parlament abgesegnet, allerdings fehlte bislang der entsprechende Rechtsrahmen. Das änderte nun die neue Regierung unter Ministerpräsident Rajoy nur zwei Wochen nach Amtsübernahme. Regierungssprecherin Maria Soraya Saenz de Santamaria zufolge solle das Gesetz eine "Plünderung der Urheberrechte verhindern" und klarstellen, dass Spanien "den Kampf gegen Online-Piraterie aufgenommen hat".
Amerikanische Gesetze
Zuvor bestätigten zahlreiche Gerichtsurteile in Spanien immer wieder die Legalität von Filesharing-Anbietern, die lediglich Links anboten. Dem wurde nun mit dem Sinde-Gesetz ein Riegel vorgeschoben, auch nicht zuletzt durch starken politischen Druck von Seiten der USA - denn einige Wikileaks-Dokumente zeigen, dass das Gesetz ursprünglich aus der Feder von amerikanischen Interessensvertretern stammt.
Tags:
Urheberrecht, Zensur, Internetsperren
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.
- Mail an Editor
Kommentare werden geladen...