Österreich
Internet-Kriminalität stark angestiegen
Die Wirtschaftskriminalität verlagert sich zunehmend ins Internet. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, die am Freitag präsentiert wurde. Wurden vor zehn Jahren rund 600 Internet-Delikte pro Jahr angezeigt, so gab es im Vorjahr bereits mehr als 5100 Fälle.
Eine starke Zunahme gab es vor allem im Bereich von Hacker-Attacken, wo die Zahl der Anzeigen um 70 Prozent auf 241 Fälle angestiegen ist. Beim sogenannten "Phishing", also dem Ausspähen von persönlichen Nutzerdaten, gab es ein Plus von 166 Prozent auf 184 Delikte.
Ministerium: Keine Trendumkehr erkennbar
"Der globale Trend zeigt deutlich, dass hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist", sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität wurden laut Ministerium gemeinsam mit der Wirtschaftskammer im Vorjahr 300 Polizisten speziell geschult und eine eigene Meldestelle für Cyberkriminalität eingerichtet.
Diese nimmt jedoch keine Anzeigen entgegen und ist ausschließlich per eMail erreichbar, was von Betroffenen als unzureichend empfunden wird. Die Meldestelle gegen Cyberkriminalität ist unter der E-Mail against-cybercrime@bmi.gv.at erreichbar.
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Cybercrime
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