Österreich
Handy-Rechnung: Streit über neue Regeln
Werden die Bestimmungen zum Konsumentenschutz noch zugunsten der Betreiber-Interessen verändert? Die zuständige Ministerin, Doris Bures, bestreitet dies.
Im Herbst des Vorjahres war der Katzenjammer bei den Mobilfunkbetreibern groß, als die Telekom-Regulierungsbehörde RTR ihren Entwurf zur Verordnung der Kostenbeschränkung im mobilen Internet vorstellte. Die Bestimmungen würden über den Konsumentenschutz hinausschießen, hieß es damals aus der Industrie. Nun scheinen die Netzbetreiber teilweise auf Gehör gestoßen zu sein, denn wie die APA erfuhr sollen mehrere Bestimmungen zum Konsumentenschutz im Betreiber-Interesse verändert werden. Auf Anfrage hieß es dazu von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ), dass sie einer Aufweichung der Regelungen eine klare Absage erteilt.
"Die RTR ist eine unabhängige Behörde und in ihren Entscheidungen frei. Als für das Telekommunikationsgesetz zuständige Ministerin sage ich aber ganz klar: Nur wenn Telefonkunden vor bösen Überraschungen auf der Telefonrechnung geschützt werden, ist das Ziel des Gesetzes erreicht. Wir brauchen rasch eine Verordnung, die sowohl den Intentionen des Gesetzes als auch den technischen Möglichkeiten der Unternehmen Rechnung trägt", stellte Burse klar.
Was genau aufgelockert werden soll
Dem Vernehmen nach sollte zum Beispiel ursprünglich nach einem Überschreiten des Internet-Datenlimits um 60 Euro eine automatische Sperre erfolgen - nun soll diese erst bei 90 Euro erfolgen. Gerade bei mobilen Datendiensten kommt es immer wieder zu Beschwerden bei der Schlichtungsstelle der RTR, weil Kunden durch Unwissen oder Unachtsamkeit ihr Datenlimit und in Folge ihr Haushaltsbudget sprengen.
Weiters will Bures verhindern, dass Übergangsfristen für Warn- und Sperrmechanismen verlängert werden. Die Industrie argumentiert mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand und einem größeren Zeitbedarf zur Umstellung der Verrechnungssysteme. Basis für die jetzige Begutachtung ist eine Novelle zum Telekomgesetz (TKB) aus dem Oktober des Vorjahres.
Tags:
Österreich, RTR
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.
- Mail an Editor
Kommentare werden geladen...