Kanada
Drohungen wegen geplanter Internet-Zensur
Anonymous zu kanadischem Minister: "Wir wissen alles über dich".
Ein kanadischer Minister will Freiheiten im Internet deutlich einschränken, nun hat er das Internet gegen sich: Vic Toews, Minister für öffentliche Sicherheit und Notfallbereitschaft, soll „ernstzunehmende Drohungen“ erhalten haben. Die kanadische Bundespolizei habe Ermittlungen aufgenommen, bestätigte Toews` Sprecher Mike Patton am späten Sonntag (Ortszeit) kanadischen Medien. Unter anderem hatte die Hacker-Gruppe „Anonymous“ dem Minister in online veröffentlichten Videos angedroht, Informationen über ihn freizugeben. „Wir wissen alles über dich“, heißt es dort.
Der Minister der konservativen Regierung will ein Gesetz durchs Parlament bringen, das für den Kampf gegen Kinderpornografie Freiheiten im Netz stark einschränken würde. Toews hatte am 15. Februar bereits ein Gesetz gegen die Registrierungspflicht für privaten Schusswaffenbesitz erwirkt.
Nachdem Toews vergangene Woche den Entwurf „Bill C-30“ vorgelegt hatte, entbrannte im Internet ein Sturm der Empörung. Dies sei ein „Eingriff in die Privatsphäre“, wetterten Kritiker. Sollte „Bill C-30“ durchgehen, könnten Ermittler ohne richterliche Anordnung Nutzer-Informationen wie Namen oder E-Mail-Adressen von Providern anfordern. Der Entwurf sieht auch die Installation teurer Überwachungskameras vor.
Laut dem kanadischen Sender CTA sollen daraufhin über einen bereits wieder stillgelegten Twitter-Account Details über Toews` Scheidung und seine Familie veröffentlicht worden sein. „Anonymous“ richtete sich in mehreren auf Youtube veröffentlichten Videos direkt an Toews, rief ihn auf, den Entwurf zurückzuziehen und seinen Rücktritt bekanntzugeben. Er habe die Macht des Internets unterschätzt: „Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht.“
Tags:
Anonymous, Kanada
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.
- Mail an Editor
Kommentare werden geladen...