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Europa Akademiker fordern besseren Datenschutz.

Eine Gruppe von 62 führenden Akademikern setzt sich für einen besseren Datenschutz in Europa ein

Eine Gruppe rund um Sarah Spiekermann, Professorin für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sich mehr als 60 Akademiker für einen wirksamen Umgang mit Datenschutz einsetzen. Die insgesamt 62 Beteiligten Professoren aus 21 verschiedenen europäischen Ländern sowie den unterschiedlichsten Fachbereichen, wie Informatik, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaft, haben das Papier unterschrieben und wollen sich nun der Industrie-Lobby entgegensetzen.

Datenschutz schadet Wirtschaft nicht
Das Positionspapier wurde bereits Mitte Februar in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht und sorgte dort für positive Resonanz. So heißt es unter anderem, dass die kommende EU-Datenschutzverordnung, entgegen den Aussagen der Kritiker, nicht die europäische Wirtschaft behindern würden. Es könne lediglich dort eine Einschränkung geben, "wo die Wertschöpfung von Unternehmen allein auf Basis der Aggregation und des Handels mit personenbezogenen Daten basiert", zum Beispiel große Werbenetzwerke oder Datenhändler.

Gerade innovative Dienste seien durch die neuen Verordnungen nicht gefährdet, da sie sich nicht auf personenbezogene Daten beziehen würden. Das Positionspapier ist in seiner vollen Länge auf www.dataprotectioneu.eu abrufbar, dort sollen auch in Zukunft weiterführende Informationen zur Gruppe veröffentlicht werden.

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(futurezone) Erstellt am 07.03.2013, 19:00

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