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Transparenz Auch Vorarlberg gibt Daten frei.

Foto: Spectral-Design, fotolia
Das Land Vorarlberg hat Anfang Mai ein Portal für Open Government Data gestartet. Der Datenkatalog umfasst vorerst vor allem geografische und statistische Daten, die Bürgern und Wirtschaft zur freien Weiterverwendung zur Verfügung gestellt werden. In der E-Government-Strategie des Landes sollen offene Daten künftig eine zentrale Rolle spielen.

Nach Wien, Linz, dem Land Tirol und dem Bund hat nun auch das Land Vorarlberg ein Open Government Data Portal gestartet. Seit Anfang Mai können unter der Adresse data.vorarlberg.gv.at statistische Daten zu Bevölkerung sowie der Flächenwidmungsplan in maschinenlesbarer Form abgerufen und frei weiterverwendet werden kann. Auch nicht personenbezogene Daten aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaft, Tourismus und Gesundheit werden gelistet.

"Open Data sind eine logische Weiterentwicklung von E-Government", sagt Uwe Leissing von der Informatikabteiligung des Landes. Offene Daten seien eine Voraussetzung, um die Verwaltung transparenter zu machen und die Partizipation von Bürgern und die Zusammenarbeit mit Partnern zu verbessern. "Es war naheliegend, die Daten zur Verfügung zu stellen."

Pragmatischer Zugang
Vorarlberg geht pragmatisch an das Thema Open Data heran. Der Start des Portals erfolgte ohne große Ankündigung. Die ersten Datensätze wurden veröffentlicht, um Erfahrungen zu sammeln, sagt Leissing. "Wir wollen eine strukturierte Vorgangsweise für die Zukunft erarbeiten."

Bei der Aufbereitung der Daten orientiert sich Vorarlberg an den Empfehlungen und Standards der Cooperation OGD Österreich. Die Daten werden unter einer Creative Commons Lizenz (Namensnennung 3.0 Österreich) zur Verfügung gestellt und können auch kommerziell weiterverwendet werden.

"Übergreifende Zusammenarbeit"
Schon bisher wurden in Vorarlberg zahlreiche Verwaltungsdaten und Datenbestände von Partnern, etwa der Wirtschafts- und Arbeiterkammer, im Statistikpool des Landes veröffentlicht. Sie liegen aber teilweise nicht in offenen Formaten vor.

Das nächste Ziel sei es, die Daten zu harmonisieren, sagt Leissing. Sie sollen auch in maschinenlesbaren Formaten aufbereitet werden, um leichter weiterverarbeitet werden zu können. Das komme nicht nur den Bürgern und der Wirtschaft, sondern auch der Verwaltung selbst zu gute. Der Datentausch zwischen Abteilungen und die übergreifende Zusammenarbeit gewinne an Bedeutung, so Leissing: "Einheitliche Standards sind eine Voraussetzung dafür."

"Potenzial erkannt"
Die Open-Data-Initiative sei in den Verwaltungsstellen "grundsätzlich positiv" aufgenommen worden. "Die Ankündigung Daten freizugeben, hat ein bisschen Unruhe ausgelöst, das Potenzial ist aber erkannt worden", erzählt Leissing. Weitere Daten sollen sukzessive folgen. Geplant ist etwa die Freigabe von Daten aus dem geografischen Informationsbereich sowie Energie-, Verkehrs- und Umweltdaten.

Open Government Data werden auch in der neuen E-Government-Strategie des Landes, die bis zum Jahresende erarbeitet wird, eine wichtige Rolle spielen, so Leissing:  "Bürgerbeteiligung und Services für Bürger und Partner werden ein zentraler Bestandteil sein."

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(futurezone) Erstellt am 10.05.2012, 06:00

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